Zitiert: Diskurs über Reichtum auch in Medien zu unpräzise

Die Autorin Julia Friedrichs sieht die Ungleichheit der Vermögen in Deutschland als Thema, „mit dem wir uns dringend mehr beschäftigen müssten“. Über Reichtum werde zu unpräzise gesprochen. „In der Tat ist es oft so, dass das Schreiben und Sprechen über Reichtum nicht…

Zitiert: Terrorist oder Journalist

Um zu entscheiden, ob jemand Journalist ist, schauen wir uns seine Arbeit an: Berichtet er auf der Grundlage von Fakten oder nicht? In vielen Teilen der Welt gibt es Mitarbeiter von Medien, die von einigen als Propagandaorgane angesehen werden, die wir in unsere Liste der getöteten und verletzten Journalisten aufnehmen. Es gibt die Redensart: der Terrorist des einen ist der Freiheitskämpfer des anderen. Für uns ist es sehr wichtig, kein Urteil darüber zu fällen, welche Medien gut oder schlecht sind. Denn viele autoritäre Regime, etwa Russland, betrachten unabhängige Medien generell als Propagandaorgane.

Jodie Ginsberg, taz.de, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Agenturen wollen über „Wert“ von Medien bestimmen

Medienhäuser und -verbände beurteilen die „Ratings“ der Agenturen sehr kritisch. Die Einteilung journalistischer Inhalte und redaktioneller Arbeit in „hochwertig“ und „minderwertig“ sei „in hohem Maße zynisch und unangemessen“, schreibt der Medienverband der freien Presse (MVFP). Ohnehin fließe mehr als die Hälfte der globalen Werbeinvestitionen an Google, Amazon, Meta, Tiktok und Alibaba, die freilich keinerlei inhaltliche Verantwortung für die von ihnen publizierten Inhalte übernehmen.

Ole Kaiser, faz.net, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Ein Aspekt fehlt dem neuen Medienstaatsvertrag auf jeden Fall

Gar nichts gibt es auf jeden Fall zu einem Thema, dessen Fehlen die Medienwissenschaftler Martin Andree und Karl-Nikolaus Peifer in der F.A.S. bemängelt haben: Um die Digitalmonopolisten, deren Macht und Wirken die Demokratie gefährdet (vor allem das von Elon Musk) und die Medienvielfalt einschränkt, kümmert sich der Medienstaatsvertrag nicht, null, nada, niente. Was zeigt, wie provinziell die deutsche Medienpolitik dann doch ist.

Michael Hanfeld, faz.net, 24.10.2024 (online)