Zitiert: Was Late-Night nicht mehr ist

Das Late-Night-Format war einst das freie Terrain für den respektlosen Witz und die ironische Selbstbefragung einer ganzen Gesellschaft. Kimmels Sendung ist keine reine Unterhaltung, sondern eine Kulturtechnik der Demokratie.

Dass er seiner Show beraubt wird, ist mehr als ein medienpolitischer Zwischenfall. Es ist ein Desaster. Denn ohne die Ironie, ohne die satirische Selbstbefragung werden die Nächte lang und länger. Bis am Ende alles von der Dunkelheit verschluckt wird.

Matthias Kalle, taz.de, 18.09.2025 (online)

Zitiert: Es ist nicht unsere Aufgabe, Meinungen zu beeinflussen, sondern Meinungsbildung möglich zu machen

Als ARD-Vorsitzender und Grundgesetz-Ultra werde ich nicht müde, das Gründungsversprechen der ARD zu wiederholen, nämlich, dass die ARD ein entscheidendes Element für die Entwicklung unserer demokratischen Gesellschaft war, ein föderaler Gegenentwurf zum gleichgeschalteten Propagandafunk der Nationalsozialisten, ein Stabilisierungsfaktor beim Aufbau der Bundesrepublik…

Zitiert: „Migrationsdebatte“ ist Wählertäuschung durch Handlungssimulation

Bis dahin spiegelte die Lanz-Sendung damit exakt den sehr einseitigen und oberflächlichen augenblicklichen Bundestagswahlkampf, in dem auch bei Themen, die diesen Wahlkampf vermeintlich beschäftigen, die wirklichen Fragen nicht gestellt werden. Etwa, was denn eigentlich bei den Messerattacken und Terrorfahrten anders wäre, wenn…