Zitiert: Politik soll Radio in Autos festschreiben

Vaunet heißt noch so ein Medienwirtschafts-Lobbyverband mit nicht ungemein eingängigem Namen. Hier handelt es sich um den Privatsender-Verband, der in einem Positionspapier, das hauptsächlich dem neuen EU-Gesetz zum Digital Networks Act gilt, eine Menge Forderungen auflistet. Zum Beispiel diese: „Radio ist für Information,…

Zitiert: Literaturkritik im Radio wird immer mehr zur Serviceleistung

Marketingagenturen greifen immer stärker in redaktionelle Entscheidungen ein und durch Synergieeffekte wird die Anzahl der Rezensionen begrenzt […] Eine „Rezension“, so Dirk Knipphals, Leiter des Ressorts Kultur bei der taz, könne sich in „Richtung Buchtipp bescheiden“ und in „Richtung Essay erweitern“. Die…

Zitiert: Wenn du deine Gegner nicht mit Argumenten besiegen kannst, grab ihnen die Frequenzen ab

Das Radio als Volkshochschule, zur Dämpfung der Bildungsmängel, das war mehr als der Programmauftrag forderte. Das komplementierte den Aufstieg der Sozialdemokratie zur Volkspartei. Und schon bald wurde der Rotfunk-Vorwurf zum anschwellenden Chor konservativer Politiker. „Volksverbundene“ Ministerpräsidenten verteidigten die populäre „Kultur“ gegen die…

Zitiert: Radio als Marktplatz „für alle“

Die Armut an Wellen war der Haupt- und harte technische Grund dafür, dass das Radio, angeschmiegt an die Tagesabläufe, lange noch „an alle“ ging, eine Art Marktplatz der Klänge, Informationen und Meinungen war, auf dem man im Laufe des Tages allem begegnete, und nur durch Abschalten ausweichen konnte. Bildung durch Vielfalt, der man nicht entkommen konnte. Mozart, Caprifischer, Caterina Valente und die Korrespondentenberichte, Stadien, Kneipen, Wissenschaft. Fast alle konnten mitreden über das, was fast alle gehört hatten, so wurde die Brotzeit zum räsonierenden Publikum. Volksgemeinschaft, demokratisch.

Mathias Greffrath, Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 12.04.2026 (online)