Zitiert: Die Quotenfixierung ist auch aus professioneller Sicht falsch

Quotenerfolge lassen sich nicht am Reißbrett planen. Da kann man sich noch so sehr bemühen, mit der Mediennutzertypologie des Markt- & Sozialforschungsinstituts GIM Produkte passgenau auf Zielgruppen zuzuschneidern. Auch lässt es sich mit einer Schere im Kopf schlecht schreiben, vor allem, wenn gleich eine ganze Heerschar mitschnippelt – ein Drehbuch geht in einem Sender durch etliche Hände. Filme, über die man eine Woche nach Ausstrahlung noch nachdenkt, schafft man auf diese Weise nicht. Die werden anderswo gemacht. Wodurch sich der ÖRR auf Dauer sein eigenes Grab schaufeln wird.

Karlotta Ehrenberg, taz.de, 04.10.2026 (online)

Zitiert: Die Reichweite von Redaktionen ist heute nicht selbstbestimmt

Sondern zu großen Teilen gemietet. Sie hängt davon ab, wie eine Handvoll Konzerne ihre Verteilungsalgorithmen einstellt. Meta hat journalistische Inhalte in seinen Feeds systematisch abgewertet, Plattformen wie X, Facebook und LinkedIn drosseln Beiträge, die nach außen verlinken; der Verweis-Traffic von allen Plattformen…

Zitiert: Die Quoten-Abhängigkeit ist „unfassbar anstrengend“

Das Problem ist, dass eine schlechte Quote bei einer Serie bedeutet: Es geht nicht weiter. Diese Abhängigkeit ist unfassbar anstrengend. Das ist genauso wie mit den Zuschauern im Kino. Kleinen Filmen wird kaum noch Geld gegeben, weil man nicht darauf vertrauen kann,…

Zitiert: Fußball – vom Fernsehen zu Tiktok

Die Sender haben zwar die sündhaft teuren Rechte, aber sie haben die alleinige Aufmerksamkeitsführerschaft verloren. Wenn im Stadion das entscheidende Tor fällt, wandern die wertvollsten Sekunden des Spiels in Echtzeit als Fan-Mitschnitt, KI-Visualisierung oder Creator-Clip zu TikTok – Minuten bevor die TV-Analysten…

Zitiert: Marktanteil beim DFB-Pokalfinale steigt, Reichweite sinkt

6,79 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Samstagabend ab 20 Uhr das DFB-Pokalfinale, in dem sich der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart durchsetzte, im Ersten. […] In ähnliche Regionen kletterte der Marktanteil beim jungen Publikum zuletzt vor zehn…