Mich beschäftigt vor allem die in der Debatte über Twitter hier und da vertretene These, Twitter sei das, was man daraus macht: Man habe über den „Folgen“-Button selbst unter Kontrolle, ob man Müll sieht oder Tolles. Das stimmt zum Teil – aber nur für den einzelnen. Die Bedeutung und Wirkungsweise von Social Media sind damit nicht erfasst. Ebenso stimmt es, dass ein einzelner durch Auswandern verhindern kann, mit Verkehrspolitik behelligt zu werden. Das sagt aber auch nichts über die Verkehrspolitik. Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)
Schlagwort soziale Netzwerke
Zitiert: Deutsche Debatten kommen einem ein wenig klein vor
Die deutschen Debatten über Sinn und Unsinn, Destruktivität und Schönheit von Social Media wie Twitter kommen einem ein wenig klein vor, wenn man bedenkt, wie sehr die Möglichkeit, sich zu äußern, sich zu informieren und Proteste zu organisieren, in anderen Gesellschaften mit Social Media verbunden ist. Irrelevant macht das unsere Twitter-Debatten nicht. Es ist nur wichtig, dabei nicht die Welt aus dem Blick zu verlieren.
Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)
Zitiert: Journalismus wird bei Instagram zweimal gefiltert
Wir haben eine zweistufige Selektion, wenn wir darüber sprechen, wie der Content zu den Menschen gelangt. Die erste Stufe ist der Algorithmus der Plattform selbst, der ist der wichtigste und größte Filter. Die zweite, weniger mächtige ist die journalistische Marke. Daher laufen die Medienhäuser auch Gefahr, ihre publizistische Macht auf der Plattform komplett abzugeben.
Jonas Schützeneder, verdi.de, 22.9.2022 (online)
Zitiert: Wenn Titok zur nationalen Infrastruktur wird, steht die nationale Sicherheit auf dem Spiel
Nichts an diesen Inhalten ist per se problematisch. Das Problem ist Tiktok selbst. Mit jedem weiteren solchen Konto wird die Plattform ein bisschen mehr zu einem Teil der öffentlichen Infrastruktur, so wie Straßen, Brücken, Stromleitungen. So wie Facebook oder Twitter. Soziale Plattformen…
Zitiert: Journalismus – wachsen die Fehler durch werbegetriebene Technologien
Journalist:innen übernehmen oft viele Rollen gleichzeitig. Sie bespielen soziale Medien und digitale Plattformen und haben auch deshalb weniger Zeit für alles. Den Erfolgsdruck bekommen sie im Sekundentakt serviert – dank digitaler Überwachungstechnologien. Die messen Klicks, Verweildauer und Lesezeiten. Das Ziel: schneller, besser,…
