Zitiert: Im Publikum saßen die Mörder

Wie der Moderator und Holocaust-Überlebende Hans Rosenthal mit den Mitteln des Showfernsehens gegen die kollektive Verdrängung der deutschen Juden arbeitete. […] Lange bevor Richard von Weizsäcker diese Worte bemühte, beschrieb Rosenthal in der Hörzu, dass er sowohl die amerikanischen Bomber als auch…

Zitiert: Late-Nights brauchen Verlässlichkeit

Nie waren Hosts, die mir verlässlich das irre Weltgeschehen einordnen und es für mich durch den Kakao ziehen, wichtiger als jetzt. Sie müssen das halt mit einer unabdingbaren Verlässlichkeit tun. Und nicht in ausgewählten Schaltmonaten an einzelnen Dienstagen zu wechselnden Sendezeiten, sofern nicht gerade Sommer- oder Weihnachtspause ist.

Peer Schrader, dwdl.de, 30.03.2025 (online)

Zitiert: Zustand der Kultur im Fernsehen und im Digitalen ist beklagenswert

Entgegen den Versicherungen und dem Selbstlob aus Sendeanstalten ist der Zustand der Kultur im Fernsehen und im Digitalen beklagenswert. Es fehlt an Mut, keine Innovation, kein Wille zur Veränderung wird sichtbar. […]

Es fehlt die Liebe, die Begeisterung für Kultur und ihre Hervorbringungen. Kultur ist im besten Fall eine Spielwiese der Freiheit, sie eröffnet Möglichkeitsräume für Phantasie und Vernunft, schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir können es uns nicht leisten, uns mit diesem Zustand des Kulturfernsehens abzufinden.

Heike Hupertz, epd medien, 21.03.2025 (online)

Zitiert: Wohlstand überall – Ist das Fernsehen so realitätsfern?

Krimiserien, Krimiserien, Krimiserien – und hier mal eine Heimatserie und da mal eine Krankenhaus-Soap: Dieser recht eintönige Eindruck des fiktionalen Programms im deutschen Fernsehen kann schnell entstehen. Wenn es dann mal eine sogenannte Sozialserie mit ärmeren Menschen und klischeefreien Figuren auf Augenhöhe…

Zitiert: Was ist „ein ausgeglichenes Publikum“?

Die Fragestellung ist ja schon absurd: Was genau ist denn ein ausgeglichenes Publikum? Woran soll man sich orientieren, wie will man das gewährleisten? Wir machen mit den Fernsehmachern ja auch Ticketing für andere Sendungen und wissen, wie schwer das ist. Damals als wir noch Publikum hatten, haben Politiker manchmal versucht, eigene Mitarbeiter ins Studio zu bekommen oder die eigenen Jugendorganisationen in Hamburg angeschrieben, ob die nicht zwei, drei Leute platzieren können. Damit an den Stellen, die den Politikern wichtig sind, Applaus sicher ist. Wir fühlen uns sehr wohl ohne Publikum, Geklatsche und Gelächter.

Markus Heidemanns, dwdl.de, 20.03.2025 (online)