Zitiert: Schweizer Rundfunk schraubt Online-Angebot zurück

Das Schweizer Medienhaus SRG schränkt seine journalistischen Online-Aktivitäten zugunsten der privaten Verleger ein. Beide Seiten haben sich auf eine Kooperation geeinigt, wie die SRG und der Verlegerverband Schweizer Medien mitteilen. Die SRG unter Generaldirektorin Susanne Wille ist das Gegenstück zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk…

Zitiert: Kein Konsens zwischen Verlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern zum Internet möglich

Hier ist kein Konsens möglich, weil private Medien und Verleger aus eigenem Interesse die öffentlich-rechtlichen Anstalten als Konkurrenz fürchten und alles dafür tun, dass diese künstlich klein gehalten werden. Das sind aber Partikularinteressen. Unsere Gesellschaft und auch unsere Demokratie haben ein Interesse…

Zitiert: Schlichtungsstelle von Verlegern und Sendern liegt weiter auf Eis

Die gesetzlich vorgeschriebene Schlichtungsstelle für Streitfälle zwischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Presseverlagen zu den Internetangeboten der Sender liegt seit mehr als einem halben Jahr auf Eis. „Wir sind mit der ARD in Gesprächen zu einer neuen Schlichtungsvereinbarung“, teilte die Sprecherin des Bundesverbandes Digitalpublisher…

Zitiert: Die Sprachen der Verleger

Ich musste als Verleger sehr viele Sprachen lernen. Die Sprache der Ökonomie, der Buchhaltung, die Sprache des Verkaufs, der Verträge, schließlich die Sprache der Reden. Ich habe ja unzählige Reden halten müssen. […] Es gab solche Anwandlungen, aber offensichtlich waren sie nicht so stark. Ich habe die Verlagsarbeit immer als Privileg empfunden und ich habe bis zum Schluss auch redigiert.

Michael Krüger, sueddeutsche.de, 07.12.2023 (online)

Zitiert: Verleger verkämpfen sich auf Nebenkriegsschauplatz

Die österreichischen Verleger kenne ich kaum. Die Schweizer Verleger ihrerseits haben zwanzig Jahre zu spät gemerkt, dass ihre eigentlichen Wettbewerber Google und Co sind und nicht das öffentliche Medienhaus. Globale Plattformen haben das Geschäftsmodell der Verleger zerstört, aber ihr Feindbild bleibt der ORF, in meinem Land die SRG. Doch inzwischen dämmert es einigen Verlegern, dass sie sich auf einem Nebenkriegsschauplatz verkämpfen. Das hat die Debatte leicht entspannt. Illusorisch und anachronistisch ist die Vorstellung, die Schwächung der öffentlich-rechtlichen Medien werde die privaten Medien wesentlich stärken.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.4.2023 (online)