Zitiert: Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt

In der Ethik gibt es keinen Gesetzgeber. Wir selbst müssen uns fragen: Wie definieren wir gutes journalistisches Handeln? Bei der Kriegsberichterstattung denke ich da in erster Linie an die Persönlichkeitsrechte der Opfer, die abgebildet werden, an Privatsphäre und Respekt. Und mir scheint relativ klar, dass so eine Abbildung dagegen verstößt. Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt, ohne selbst eingewilligt zu haben. Es interessiert nicht das Schicksal oder der ermordete Mensch, sondern nur das Narrativ, das man damit rüberbringen kann. Das ist in meinen Augen sehr problematisch.

Claudia Paganini, sueddeutsche.de, 6.4.2022 (online)

Zitiert: Deutschland ist mehr Provinz als Großstadt, doch die Begeisterung für Lokaljournalismus schrumpft

68 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben in Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern, 59 Prozent mit weniger als 50.000. Deutschland ist überwiegend Provinz. Überregionale Medien berichten auch aus der Provinz, aber sie neigen zu zwei Fehlern: Entweder fahren sie erst raus,…

Zitiert: EU fördert grenzüberschreitende Projekte mit 8 Mio. Euro

Sieben Zusammenschlüsse von Medienunternehmen erhalten Fördermittel in Höhe von insgesamt 8 Mio. Euro von der EU. Das hat die Kommission heute (Mittwoch) bekannt gegeben. Mit den Geldern werden grenzüberschreitende Projekte zur Stärkung des Nachrichtenmediensektors gefördert. „Von Schulungen zum Thema Sicherheit bis hin…

Zitiert: Patricia Schlesinger will an Unterhaltungsprogramm festhalten

In einem Gespräch in der Zeit positioniert sich Patricia Schlesinger gegen die Forderung aus der Politik, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Unterhaltungsbereich einzusparen. Es sei wichtig, Ablenkung von Lebensnot zu bieten, „ohne nackte Menschen auf eine Insel zu bringen oder sie in Container…

Zitiert: Wer an der Unterhaltung dreht, dreht an mehr Rädchen, als ihm lieb sein kann

Die Rundfunkpolitik sollte vom Versuch, eine Unterhaltung definieren zu wollen, die dem öffentlich-rechtlichen Profil entspricht, ablassen. Der Fernsehgeschmack der 16 Staats- und Senatskanzleien hat keine Evidenz. Es sollte ARD und ZDF überlassen bleiben, was sie dem Publikum anbieten wollen. … Was die…