Zitiert: „Deutschlands unseriösestes Politikerranking“

In dieser Woche berichteten viele Medien über den scheinbar unaufhaltbaren Aufstieg der Linken-Politikerin Heidi Reichinnek. Angeblich ist sie erstmals die beliebteste Politikerin im Land. Diese Behauptung beruht auf dem „Politikerranking“, das das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für „Bild“ ermittelt und das ich vor…

Zitiert: Journalismus versus Medien

Die Zeiten, in denen sie Seite an Seite stritten, scheinen vorbei. Heute wächst  das Trennende: Journalismus ermittelt die Fakten, im Medienbetrieb herrscht Meinungsinflation. Journalismus ist sachlich; der Medienbetrieb will emotionalisieren. Journalismus hält Abstand; die Medien biedern sich ihrem Zielpublikum an. Die Kunst…

Zitiert: Die EU reguliert zu wenig

Bei Facebook soll man bezahlen, wenn man nicht an Werbekunden verhökert werden möchte. Bei Apple findet man völlig überraschend immer tolle Apple-Apps und weniger die der Konkurrenz. Beides mit dem Digital Markets Act der EU so nicht zu machen, ändert aber nichts an der marktbeherrschenden Stellung der US-Firmen. Die EU reguliert ein bisschen im Verbraucher- und Wettbewerbsrecht, lässt die Oligarchen aber mit der frommen Lüge davonkommen, sie seien keine Inhalteanbieter. Sonst müssten sie nämlich wie Presseverleger für ihre Inhalte haften. Und dann könnte man sie gar nicht so schnell verbieten, wie sie mausetot wären.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 27.04.2025 (online)

Zitiert: Meinungsumfragen zu einer Bundesregierung, die es noch nicht gibt

Es ist eine ganz besondere Grusellust, mit der gerade Meinungsumfragen geteilt werden. Die AfD steigt in den Sonntagsfragen zur Bundestagswahl immer weiter, erreicht einen Rekordwert, liegt gleichauf mit der Union, erreicht einen Rekordwert, überholt die Union, erreicht einen Rekordwert. Die Schlagzeilen darüber schreiben sich fast von selbst.

Ich will gar nicht behaupten, dass die Umfragewerte nicht ein reales Gefühl in der Bevölkerung widerspiegeln oder dass sie nicht Anlass zur Sorge sind. Gleichzeitig werden sie der neuen Bundesregierung, die noch nicht einmal im Amt ist, in einer Weise vorgehalten, die absurd ist.

Stefan Niggemeier, Übermedien-Newsletter, 26.04.2025 (online)