Der MDR will sich trimedial aufstellen. Er will Strukturen schaffen, die sich an Inhalten orientieren und nicht an Verbreitungswegen. Dies ist schon lange bekannt. Im Dezember 2013 beschloss der MDR-Rundfunkrat den „MDR-Entwicklungsplan 2013“ – u.a. mit den Stimmen der Vertreter Sachsen-Anhalts.
Nun wird es langsam konkret. In diesem Jahr sollen Arbeitsgruppen entsprechende Vorschläge machen, wie der MDR „umzubauen“ ist, welche Redaktionen von Halle nach Leipzig und umgekehrt ziehen, wo zusätzliche Studios eingerichtet werden müssen.
Der Mitteldeutschen Zeitung, die wie der MDR-Hörfunk ihren Sitz in Halle hat, wurde ein Papier der „Projektgruppe 17“ zugespielt. Danach plane man beim MDR „mit dem Wegzug von 90 Arbeitsplätzen aus Halle und dem Zuzug von 45 nach Halle. Unterm Strich verliert die Saalestadt nach MZ-Informationen 45 feste Arbeitsplätze. Die Landespolitik pocht allerdings auf einen Ausgleich“. Weiterlesen
Die ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH lässt nachweisen, „dass Werbung im ERSTEN besser wirkt – das ERSTE also ein gutes Werbeumfeld bietet.“ Uch wenn das kein Programmauftrag ist: Man „verführt“ die Menschen besser.
„Was Griechenlands Finanzminister Varoufakis angeht, liegen Politik, Alltagsbewusstsein und Demoskopie hierzulande auf einer Wellenlänge“, schreibt Tom Strohschneider im neuen Deutschland. Das eine sei das öffentlich zugerichtete Politikerbild, das andere sind die die Motive eines Linken aus Überzeugung.
Die „öffentliche Zurichtung von Tsipras und Varoufakis, ihre Einpassung in einen politischen Bilderrahmen, geht nicht unmittelbar von den Tatsachen, den klassenpolitischen Interessen, den Widersprüchen des europäischen Kapitalismus aus – sondern unterliegt einem gesellschaftspolitischen Irrtum, den auch jene begehen können, die Tsipras und Varoufakis gegen die neoliberal imprägnierte Herabwürdigung verteidigen, etwa, in dem man sie in Figuren populärer Science-Fiction-Serien verwandelt (oder ihr Reisen mit Rucksack in der zweiten Klasse überhöht), sie also zu Gegen-Stars formt – was den artifiziellen, ideologischen Charakter der so produzierten Bilder nicht bricht, sondern nur von einer anderen Seite her reproduziert.“ Weiterlesen
„Frauen machen die Hälfte der europäischen Bevölkerung aus, dennoch erscheinen sie lediglich in einem Viertel der veröffentlichten Nachrichten – in ökonomischen und wissenschaftlichen sogar in weniger als fünf Prozent. Diese Daten stammen von der World Association for Christian… Weiterlesen
Heute endet die Frist zur öffentlichen Anhörung zum Entwurf des ZDF-Staatsvertrages. Dazu erklärte gestern Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik der grünen Bundestagsfraktion:
„Der vorgelegte Entwurf zum ZDF-Staatsvertrag ist enttäuschend. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten setzen die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts auf niedrigstem Niveau um. Gerade was die Besetzung der Staatsbank angeht, kann von Vielfalt noch lange nicht die Rede sein. Anstatt den Einfluss der Regierungsvertreter zurückzudrängen, wurde auf Kosten der Parteien, insbesondere der kleineren, der Einfluss der Regierungsvertreter zementiert. Es fehlt weiterhin eine Regelung, welche die binnenpluralistische Zusammensetzung der staatlichen Vertreter sichert. Die Besetzung der Gremien sollte so ausgestaltet werden, dass sie vielfältige Perspektiven aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen zusammenführen. Weiterlesen