Zitiert: Journalismus in Zeiten kürzer werdender Aufmerksamkeitsspannen

Der Medienkonsum wird in Teilen zunehmend oberflächlich, kursorisch. Da liest man vielleicht noch die Titelzeile und den ersten Absatz, klickt sich durch Social-Media-Kacheln, schaut sich ein kurzminütiges Interviewreel an. Nicht immer folgt darauf ein Weiterrecherchieren, eine tiefere Beschäftigung mit dem Thema. Daraus wiederum ergibt sich eine besondere Verantwortung für das öffentlich-rechtliche System, in solchen Formaten klar, deutlich und journalistisch präzise zu sein, egal wie kompakt es sein mag: Es handelt sich um eine Partei, die in Teilen gesichert rechtsextrem ist. Und es gehört dazu, einzuordnen, was das konkret bedeutet. Eine journalistisch gebotene Einordnung ist zwar bei einer Partei wie dieser besonders wichtig, muss aber auch bei allen weiteren Parteien vorgenommen werden.

Nadia Zaboura, derstandard.at, 10.10.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)