Er habe seinen Podcast „auf Internetseiten gefunden, die gegen meine künstlerischen, moralischen und ethischen Grundsätze verstoßen“, sagt Urban. Seine Befürchtung: Der NDR könne nicht sicherstellen, dass die Inhalte dort nicht aus dem Zusammenhang gerissen, verkürzt, manipuliert oder gar per KI neu aufbereitet werden könnten. [..]
„Was geschieht mit den Inhalten, die ein Autor einem öffentlich-rechtlichen Sender im Vertrauen auf einen bestimmten Rahmen überlässt? Und wer übernimmt die Verantwortung, wenn daraus eine Verwertung entsteht, die der Autor weder erwartet noch gewollt hat?“ […]
Der NDR teilt auf Anfrage mit, er verbreite den Podcast „Urban Pop“ im eigenen Programm sowie in der früheren Audiothek, die inzwischen „ARD Sounds“ heißt. „Darüber hinaus geschieht die Verbreitung, so wie für Podcasts üblich, über ein offenes Verteilsystem. Das bedeutet, dass potenziell jede Webseite die öffentlich zugängliche Datei des Podcasts auslesen und abspielen kann.“
Imre Grimm, rnd.de, 12.10.2026 (online)

