Zitiert: So entstehen KI-Bücher bei der Saage Media GmbH

Die Saage Media GmbH macht kein Geheimnis aus dem Einsatz von KI, man erkennt das bereits an Autorennamen wie „Inuus A.I. Saage“ oder „Klio A.I. Saage“, die ein „A.I.“ für „Artificial Intelligence“ enthalten. Seit Gründung des Leipziger Unternehmens im Mai 2024 hat Saage über 1500 Titel veröffentlicht, als E-Book- und Print-on-Demand-Varianten, teilweise in bis zu sieben Sprachen. Saage veröffentlicht zu immens vielen Themen; hier eine zufällige Auswahl: „Immobilien als Kapitalanlage“, „Camping mit Hund“, „Wut bei Kindern bewältigen“, „Abitur Biologie“, „Bauchfett loswerden: Der effektive Ernährungs- und Bewegungsguide zum Fett verbrennen am Bauch“, „Eltern werden: Der umfassende Ratgeber für werdende Mütter und Väter“ oder „ADHS bei Erwachsenen. Diagnose, Therapie und Alltagsbewältigung“.

Auf dem Cover steht „mit KI erstellt“ oder „mit Unterstützung von KI erstellt“, ebenso auf der Rückseite des gedruckten Buches, im rechtlichen Hinweis und im Vorwort. „Unser explizites Ziel ist es, ein Maß an Klarheit und Transparenz zu erreichen, welches jedem Leser eine informierte Kaufentscheidung ermöglicht“, sagt Geschäftsführer und Gesellschafter Rico Saage. Ein Test zeigt indes: Ob man die Bücher als KI-Werke erkennen kann, hängt vom Online-Shop ab.

Jochen Zenthöfer, faz.net, 08.10.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)