Zitiert: Warum thematische Seiten und Magazine wichtig sind

Meiner Erfahrung nach braucht es, ganz allgemein und unabhängig von den Deutschlandradio-Reformvorhaben gesagt, definierte Ausspielflächen, damit es kontinuierliche Berichterstattung jenseits bestimmter thematischer Peaks gibt. Eine Zeitung ohne regelmäßige Literaturseite wird sich weniger tief mit Literatur jenseits der Bestsellerlisten beschäftigen als eine Zeitung mit Literaturseite. Und dasselbe gilt für Medienjournalismus und damit Medienkritik: Wer sie wichtig findet, wird ihr einen klaren Platz geben müssen.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 29.05.2026 (online)

Zitiert: Studie sagt Serien im Handyformat rasantes Wachstum voraus

Der weltweite Markt für vertikale Videoserien – also eigens für die Smartphone-Nutzung im Hochformat produzierte Kurzserien und Videogeschichten – wird 2026 außerhalb Chinas voraussichtlich einen Umsatz von 150 Milliarden US-Dollar erzielen. Das entspricht einem Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das…

Zitiert: Ein anderer Fußball war möglich

Es gab einmal eine von Millionen getragene Arbeiterfußballbewegung, bei deren Spielen statt der Nationalhymnen die „Internationale“ gesungen wurde und die neue Regeln erprobt hat, die Fairplay fördern, Starkult minimieren und ästhetische Aspekte stärken wollte. Das ist nicht viel, aber es ist doch das Wissen, dass ein anderer Fußball einmal möglich war und vielleicht auch wieder möglich werden könnte.

Martin Krauss, blaetter.de, 06/2027 (online)

Zitat: Die mediale Aufmerksamkeitsökonomie hat sich verändert

Die mediale Aufmerksamkeitsökonomie hat sich verändert, auch und insbesondere bei Themen, die in juristische Grauzonen hineinragen. Innerhalb weniger Tage nach der kurzfristigen Ausladung haben Danger Dan, Igor Levit und ihr Team eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die nun sogar noch vor der Ausstrahlung von „Die Anstalt“ stattfand. Was danach im linearen Fernsehen lief, wurde von den beiden diskursiv längst eingeholt.

Konstantin Nowotny, taz.de, 22.07.2026 (online)

Zitiert: FIFA-Erfolg in der Kritik

Es herrscht also kein Mangel an berechtigter Kritik an den von der FIFA und ihrer Welt-Regie bestimmten Inszenierungen und Show-Einlagen wie auch am endlosen Gerede davor und danach, auf das die deutschen Senderechte-Käufer schon deswegen setzen mussten, um ihre hohen Kosten pro Fußball-Minute zumindest auf die lange Dauer zu senken.

Dass so viele Menschen so vieles trotzdem mitbekommen und oft sogar gesehen haben, zeigt aber auch: Als Medien-Ereignis hat die WM offenbar trotz allem funktioniert – so sehr man sich auch Distanz zum FIFA-Kommerz oder zum immer noch unsympathischeren Ex-Freund USA wünschen mochte.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 22.07.2026 (online)