Zitat: Die mediale Aufmerksamkeitsökonomie hat sich verändert

Die mediale Aufmerksamkeitsökonomie hat sich verändert, auch und insbesondere bei Themen, die in juristische Grauzonen hineinragen. Innerhalb weniger Tage nach der kurzfristigen Ausladung haben Danger Dan, Igor Levit und ihr Team eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die nun sogar noch vor der Ausstrahlung von „Die Anstalt“ stattfand. Was danach im linearen Fernsehen lief, wurde von den beiden diskursiv längst eingeholt.

Konstantin Nowotny, taz.de, 22.07.2026 (online)

Zitiert: FIFA-Erfolg in der Kritik

Es herrscht also kein Mangel an berechtigter Kritik an den von der FIFA und ihrer Welt-Regie bestimmten Inszenierungen und Show-Einlagen wie auch am endlosen Gerede davor und danach, auf das die deutschen Senderechte-Käufer schon deswegen setzen mussten, um ihre hohen Kosten pro Fußball-Minute zumindest auf die lange Dauer zu senken.

Dass so viele Menschen so vieles trotzdem mitbekommen und oft sogar gesehen haben, zeigt aber auch: Als Medien-Ereignis hat die WM offenbar trotz allem funktioniert – so sehr man sich auch Distanz zum FIFA-Kommerz oder zum immer noch unsympathischeren Ex-Freund USA wünschen mochte.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 22.07.2026 (online)

Zitiert: Analoges Fernsehen ist was für Leute über 60

Wenn klassisches Fernsehen immer verängstigter wird und aus dieser Verängstigung weniger Experimentierfreude resultiert, hast du die Wahl: Entweder du machst den gleichen Scheiß wie immer – oder du gehst dorthin, wo sich etwas entwickelt und du Dinge ausprobieren kannst.

Friedrich Küppersbusch, dwdl.de, 12.07.2026 (online)

Zitiert: TV-Nutzungsverhalten bei Enttäuschung

Was tun die Deutschen eigentlich konkret, wenn im linearen Fernsehen beim ersten Einschalten oder Durchschalten absolut kein passender Inhalt läuft, der ihren Erwartungen entspricht? In der Theorie würde man vermuten, dass unzufriedene Zuschauer in Zeiten von grenzenloser digitaler Auswahl sofort den Stecker…