Zu wenig Interaktion und Information: SRF 3 verabschiedet sich von Twitter

Damit verzichtet das Radio auf den Kanal mit den meisten Followern: fast 176’000 Stand 22. Juni. Das sind rund 27’000 mehr als auf Facebook, dem zweitstärksten Kanal. Auf Instagram folgen dem Radio 114’000, auf YouTube gerade einmal 49’000. … Viviane Aubert, Leiterin…

Zitiert: Jugendliche können echte und “digitale” Sophie Scholl kaum unterscheiden

Den Widerstand der “Weißen Rose” präsentierten SWR und BR in Insta-Stories, um ein junges Publikum zu erreichen. Eine Studie darüber zeigt: Jugendliche nahmen das Angebot kaum wahr – und viele verwechseln Fiktion und Realität. […] Bis zu 930.000 Follower versammelte zwischenzeitlich das…

2004: Gruner+Jahr benennt Egon-Erwin-Kisch-Preis in Henri-Nannen-Preis um

Bei Gruner+Jahr kamen sie ja erst 2004 auf die Idee, den Preis nach Henri Nannen zu benennen. Bis dahin hieß er Egon-Erwin-Kisch-Preis. Die ersten Nannen-Preisträger wurden dann 2005 gekürt. Die Umbenennung sei „sehr gewagt“ gewesen angesichts dessen, dass man wusste, dass Nannen „eine enge Attachierung an das NS-Regime hatte“, sagt Hachmeister. Ihm sei „unklar“, warum man das „ohne Not“ getan habe. Unter Anspielung auf einen Begriff aus dem Tennis, spricht er von einem „unforced error“. Zur Zeit der damaligen Umbenennung regierte beim „Stern“ eine Doppelspitze aus Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

René Martens, MDR Altpapier, 24.6.2022 (online)

Zitiert: Die Sendelizenz hat ihren Sinn verloren

Die frühere Sendelizenz, mit der Zuweisung knapper und damals besonders einflussreicher Kapazitäten verbunden, hat ihren Sinn verloren. Es gibt keinen sachlichen Grund mehr, warum audiovisuelle Medien eine Lizenz brauchen, statt wie schon lange bei der Presse und im Internet auf Lizenzfreiheit zu setzen. Eine Ausnahme ist noch UKW, aber in der Perspektive wird der Fernsehturm im Wesentlichen ein Baudenkmal und Aussichtspunkt sein.

Hans Hege, tagesspiegel.de, 21.6.2022 (online)