Zitiert: Bei der Fördergesetzesnovelle muss Filmsubvention mehr denn je auch Kinoförderung sein

„Filmförderung ist beides, Wirtschafts- und Kultursubvention, an letzterem hapert es. Bis zu 250 Produktionen entstehen jährlich in der Bundesrepublik, allein im Januar starteten jede Woche fünf einheimische Werke und mehr. Viele davon verschwinden sofort wieder, die Macher haben ihr Auskommen, auch ohne Publikum. Der mächtige und nivellierende Einfluss der mitproduzierenden, auf Quote bedachten Fernsehsender, der Gremienfilz, der Subventionsdschungel mit 19 regionalen und überregionalen Fördertöpfen, all das befördert die Masse, nicht die Klasse. Weiterlesen Zitiert: Bei der Fördergesetzesnovelle muss Filmsubvention mehr denn je auch Kinoförderung sein

Zitiert: Kino gibt es nur im Kino – FFG-Novelle muss auf das Kino zielen

„Filmförderung ist beides, Wirtschafts- und Kultursubvention, an letzterem hapert es. Bis zu 250 Produktionen entstehen jährlich in der Bundesrepublik, allein im Januar starteten jede Woche fünf einheimische Werke und mehr. Viele davon verschwinden sofort wieder, die Macher haben ihr Auskommen, auch ohne Publikum. Der mächtige und nivellierende Einfluss der mitproduzierenden, auf Quote bedachten Fernsehsender, der Gremienfilz, der Subventionsdschungel mit 19 regionalen und überregionalen Fördertöpfen, all das befördert die Masse, nicht die Klasse. ….

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Parallele Mediennutzung stagniert

„Sowohl die Mediennutzung insgesamt als auch die Parallelnutzung stoßen an natürliche Grenzen im Zeitbudget der Menschen. Die exklusive Nutzung von Fernsehen, Radio, Internet und auch der Tageszeitung bleibt die weitaus vorherrschende Nutzungsform. Nur 8 Prozent der Nutzung dieser tagesaktuellen Medien bzw. 9 Prozent der Nutzung aller Medien ist parallele Nutzung. Während die parallele Nutzungszeit tagesaktueller Medien mit dem Aufkommen des Internets seit dem Jahr 2000 zunächst deutlich angestiegen war, erhöhte sie sich seit 2010 lediglich um 4 Minuten pro Tag. Trotz des gewachsenen Angebots an Geräten (Smartphones, Tablets) und Medieninhalten (digitale TV-Kanäle, Social Media) scheint inzwischen ein Sättigungseffekt eingetreten zu sein. … Weiterlesen Parallele Mediennutzung stagniert

Auslandsberichterstattung in den Fernsehnachrichten nimmt zu

„Der Anteil der Auslandsberichterstattung an den Fernsehnachrichten stieg zwischen 2012 und August 2015 insgesamt von 53 auf 59 Prozent der Sendedauer. Den höchsten Anteil erreichen „heutejournal“ (61 %) und „Tagesschau“ (60 %) vor „Tagesthemen“, „heute“ (je 58 %), „RTL aktuell“ (53 %) und „Sat.1 Nachrichten“ (45 %). Die Auslandsberichterstattung ist in den öffentlich-rechtlichen Sendungen durchgehend umfangreicher als bei den Privaten. Teilweise setzt sie auch früher ein und erfasst damit Entwicklungen eher. Die Hauptnachrichten von ARD und ZDF sind stärker durch politische Anlässe gekennzeichnet, während die privaten Nachrichten den nichtpolitischen Anlässen mehr Gewicht geben als die öffentlich-rechtlichen. … Weiterlesen Auslandsberichterstattung in den Fernsehnachrichten nimmt zu

Sind 2,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein Mißerfolg?

“Das ZDF-Dokudrama ,Letzte Ausfahrt Gera – Acht Stunden mit Beate Zschäpe‘ mit Lisa Wagner kam nur auf 2,46 Millionen Zuschauer.“ Es ist dieses „nur“, was irritiert. Es stimmt in der Perspektive, dass eine Fernsehsendung um 20 Uhr 15 und damit zur besten Sendezeit nur 2,46 Millionen Zuschauer hat. … Die überaus konservative Programmpolitik plus die offensichtlich abhandengekommene Meisterschaft für ein Dokudrama oder für eine Politserie müssen zu diesen Quoten führen. Das „nur“ steht für „immerhin“. Die Sender führen ihr Publikum nicht mehr, Verführung ist streng verboten, Angebot und Nachfrage sind zur Deckung gekommen.”

 

Dietmar Huber, Tagesspiegel, 28.01.2016 (online)