In der Kritik: ARD-Verfilmung der Spiegel-Affäre

Der Film wird als „Politthriller“ ausgewiesen. Das stimmt, er ist spannend. Nur hat er leider mit der Spiegel-Affäre lediglich am Rande zu tun. Denn er kapriziert sich fälschlich darauf, dass es sich um eine quasi private Fehde zwischen Rudolf Augstein und Franz Josef Strauß gehandelt habe. Die gesamte Dramaturgie ist daraufhin zugespitzt.

 

Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, 26.04.2014

Zitat: „Wir haben eine klar gespaltene Medienlandschaft“

„Es gibt faktisch keine einzige überregionale Zeitung, deren Eigentümer im Osten sitzen, und es gibt relativ gesehen dort auch kaum ostdeutsche Journalisten. Die Medienlandschaft ist wirtschaftlich bedingt ganz klar westdeutsch, bis hin zu Affinitäten und Netzwerken, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Wissen…

Zitat: Was Bilder über Politiker sagen

„Statt sich als Ikonen der Macht zu inszenieren, wirken vor allem westliche Regierungspolitiker zusehends wie, sagen wir, Manager. Damit aber vermitteln sie den Eindruck, als seien sie lediglich Sachwalter einer höheren Weltordnung, auf deren Verlauf sie selbst keinen Einfluss haben. Für Manager ist das zulässig, schließlich bewegen sie sich innerhalb der Gesetze der Marktwirtschaft. Wenn sich aber auch Politiker zu ausführenden Kräften reduzieren, sind nicht nur nahbare Kollegen zu sehen. Zu sehen ist auch: die Kapitulation politischer Gestaltungsmacht.“

 

Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung, 15. April 2014

Zitat: Braucht die Kultur nur neue Geschäftsmodelle und Vertriebswege?

Diese Frage stellt Andrian Kreye nach einer Rede des neuen Berliner Kultursenators Tim Renner. Dabei warnte er die Buchbranche davor, die gleichen Fehler zu machen wie die Musikindustrie, die die digitale Revolution viel Umsatz gekostet hat. Es sei sentimental, auf alten Methoden zu beharren, sagte Renner. Und er zitierte eine verschärfte Version der beliebten Pferdekutschenmetapher: „Dass es das Buch 500 Jahre lang gibt, ist kein gutes Argument. Ochsenkarren waren Tausende Jahre alt, bevor das Auto kam.“ Weiterlesen Zitat: Braucht die Kultur nur neue Geschäftsmodelle und Vertriebswege?

Dokumentiert: Prof. Dr. Wolfgang Seufert analysiert die wirtschaftliche Lage der Medienbranche

Aus einer Presseerklärung der Friedrich-Schiller-Universität Jena   Der Medienökonom hat die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Jahre 1991 bis 2011 analysiert und dabei die Bilanzen der Medienbranche untersucht. Seinen Fokus richtete Seufert auf das klassische Verlagswesen sowie die Teilbranchen Rundfunk/Audiovisuelle Medien und Werbung/Marktforschung. Die…