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Zitiert: Liveblogs sind panische Formate

Der andere Punkt ist, dass das News- oder Liveblog nicht nur Informationen transportiert. Es ist ein panisches Format, das selbst eine Nachricht ist. Sie lautet: Es herrscht Ausnahmezustand. Der Journalistenjob angesichts des großen Informationsbedürfnisses ist Auswahl, Gewichtung, Einordnung von Informationen. Das Liveblog steht für Schnell, Alles, Reinkippen. Echtzeitstimmung.

Was übrigens nicht heißen soll, dass das Format Liveblog für gar nichts gut wäre: Für die Schachberichterstattung eignet es sich ganz prima.

Klaus Raab, MDR-Altpapier, 02.03.2020 (online)

Zitiert: Corona-Krise offenbart Widersprüche des derzeitigen Systems Zeitung

Während der Bedarf nach gutem Journalismus steigt, schicken Verlage ihre Redaktionen nach Hause. Dabei könnte es ganz anders sein. Die Lokalzeitungen könnten die großen Profiteure der Krise sein. Das sieht jedenfalls Hannah Suppa so, Chefredakteurin für Digitale Transformation der Madsack-Mediengruppe. Suppa kümmert…

Zitiert: Stereotypen im Journalismus

Die freie Journalistin Stella Männer sagt: Journalist*innen müssen aufhören, Geschlechterrollen zu manifestieren. Männer hat die Berichterstattung über den Wahlkampf um den CDU-Vorsitz 2018 untersucht. „Während wir in Porträts über Merz von seinem Hobby dem Fliegen erfuhren, lernten wir in Texten über Kramp-Karrenbauer,…

Bernhard Pörksen: „Der Journalismus ist zu lange den Virologen gefolgt“

Eine Orientierung an Expertenmonopolen ist, prinzipiell gesprochen, nie gut. In Zeiten einer derart dramatischen Krise wird sie gefährlich. Hier hätte ich mir mehr Distanz und mehr Debatte gewünscht, eine von Journalisten erzwungene Weitung des Blicks. Ganz im Sinne des bevölkerungsbezogenen Ansatzes eines…