Zitiert: Es braucht die Abweichung

„Aber das Problem bei den Algorithmen bei Netflix und Co. ist, dass sie davon ausgehen, dass man immer dasselbe sehen will. Machst du mal einen Fehler und schaust irgendeinen Unsinn — zack, bekommst du nur noch Mist vor geschlagen.“ Und dann gibt es noch ein grundsätzliches Problem mit algorithmisierten Vorschlägen, quasi eines von gesellschaftlicher Tragweite: Fortschritt wird unmöglich gemacht. Denn dafür braucht es Abweichung vom Gewohnten, Irritation. „Schau dir Kultformate von früher an: Flash Gordon, Blues Brothers, La Boum. Viele waren Flops, sind erst später cool geworden, als die Zeit reif dafür war.“ (Paid)

Oliver Kalkofe, zeit.de, 24.06.2023 (online)

Zitiert: ARD und ZDF müssen Verantwortung im Fediverse übernehmen

Der Digitalexperte Markus Beckedahl plädiert für ein stärkeres Engagement von ARD und ZDF in dezentralen Netzwerken wie Mastodon. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss mehr Verantwortung im Fediverse übernehmen“, sagte Beckedahl, Gründer von „netzpolitik.org“, am Montag auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin. Gefragt sei…

Zitiert: Gemeinsame Plattform, getrennte Portale?

Braucht es eine gemeinsame Mediathek? […] Doch ist eine All-Inclusive-Mediathek wirklich die beste Antwort auf eine zunehmend fragmentierte, digitale Öffentlichkeit? […] Privaten, primär profit-orientierten Medien geht es in erster Linie um maximale Verweildauer und Reichweite, die dann über Werbung monetarisiert werden kann.…

Zitiert: Dass Sprachmodelle halluzinieren, steckt in ihrer Funktionsweise

Die Algorithmen ahmen die Vernetzung zwischen Neuronen im menschlichen Hirn nach. Dank immer billigerer Rechenkraft wurden diese künstlichen neuronalen Netze immer größer. Sie können mit immer mehr Daten trainieren und subtile Muster darin erkennen. Das geht auch mit Sprache. Das Sprachmodell, auf…

Zitiert: Demokratie braucht öffentlich-rechtliche Kommunikationsinfrastruktur mit transparenten Algorithmen

Es bleibt nach meiner Überzeugung eine Überlebensfrage für die Demokratie, ob wir eine öffentlich-rechtliche Kommunikationsinfrastruktur im Internet mit transparenten Algorithmen schaffen oder Unternehmen in bestimmten Fällen zur Offenlegung des Algorithmus und zu seiner Veränderung zwingen. Der Staat reguliert bereits die Zulassung von Lebensmitteln und Medikamenten. Das Internet aber kann Gift für unser Hirn sein. Wir dürfen es nicht der Macht der Konzerne und des Profits überlassen.

Fabio de Masi, berliner-zeitung.de, 10.3.2023 (online)