Zitiert: Öffentlich-rechtliche Medien verschwinden selten über Nacht. Sie verblassen.

Eine regionale Nachrichtenredaktion schließt, ein investigatives Projekt wird auf unbestimmte Zeit verschoben, ein Minderheitenprogramm verschwindet leise aus dem Programm. Nichts davon wirkt dramatisch, nichts davon ähnelt Zensur. Und doch geht etwas verloren – nicht nur innerhalb einzelner Medienorganisationen, sondern auch innerhalb der…

Zitiert: Beitragsreduzierungsinitiativen können nicht verlieren

Mach mal Radio, Fernsehen, Internet für ungefähr so viele Einwohner wie Baden-Württemberg, aber in vier Sprachen: Das kostet. Vor acht Jahren lehnten über 70 Prozent eine Initiative zur Abschaffung des ÖRR – „No billag“ – deutlich ab. Diesmal versucht’s die rechtspopulistische SVP mit einer „Halbierungsinitiative“. Und wirtschaftsliberalem Geschenkpapier um die stets gleichen inhaltlichen Anliegen. Im Ergebnis steigt der politische Druck auf Redaktionen und sinkt die Finanzierung. Diese Abstimmung also können die Rechten gar nicht verlieren, so oder so.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 08.03.2026 (online)

Zitiert: Ein Politikum ist vor allem das Ende von Tagesschau24

Ein Herzenswunsch der kommerziellen Wettbewerber WeltTV, also Springer, und ntv, also Bertelsmann. Viele Inhalte von Tagesschau24 werden bei ARD aktuell sowieso produziert, mit 12 Millionen Euro Jahresetat ist der Sender ein Schnäppchen bzw. ungefähr sechs Tatorte. Tendenziell tendenziösen Portalen – Bild, Nius, und vielen Netzfunkern – fehlt nun ein Widerlager.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 08.03.2026 (online)

Zitiert: Reform ist kein Verlustprogramm für ARD und ZDF

Was die ARD im Zuge des Reformstaatsvertrags an linearem Fernsehen aufgeben will, weil aufgeben muss, ist kein Verlustprogramm. Es wird zum Ende 2026 Ballast abgeworfen, und was eingespart wird, kann in das weiterbestehende Portfolio investiert werden, denn der Rundfunkbeitrag beläuft sich auch…