Zitiert: ARD ist visionslos

So sehr man Patricia Schlesinger auch die Hybris vorwerfen kann, mit einem noch besseren, öffentlich-rechtlichen CNN geliebäugelt zu haben, und das quasi von Zauberhand eigenfinanziert zu kriegen – sie hatte etwas, das vielen in der ARD seit jeher abgeht: eine Vision. Davon ist in der aktuellen Debatte um die öffentlich-rechtlichen Sender, in der sich alles ums Wegstreichen und wenig ums Neugestalten dreht, kaum etwas zu spüren. In der ARD wird man achtgeben müssen, dass einem das nicht als nächstes zum Verhängnis wird.

Peer Schrader, dwdl.de, 14.03.2026 (online)

Klick-Tipp: Keine festen Richtlinien: Wie die „Tagesschau“ ihre O-Töne übersetzt

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas spricht in einer englischen Erklärung von „diesem Krieg“, die „Tagesschau“ macht den „russischen Angriffskrieg“ daraus. Stellt sich die Frage: Ab wann werden freie Übersetzungen in Nachrichtenbeiträgen problematisch? Und welche redaktionellen Vorgaben braucht es?

Martin Rücker, Übermedien, 05.03.2026 (online)

Zitiert: Alexander Prinz hat das öffentlich-rechtliche System erkannt

Das ist eigentlich die größte Erkenntnis für mich: Dass dieses System so riesig und so unbeweglich ist, dass Einzelne gar nichts daran ändern können. Und das habe ich jeden Tag bemerkt, weil auch Leute, mit denen wir zusammengearbeitet haben, daran verzweifelt sind. Mir war nicht bewusst, wie viel zur eigentlichen inhaltlichen Arbeit dazu kommen würde. Und wie viele Notwendigkeiten und Verantwortlichkeiten es gibt. Das war teilweise so belastend und hat meine Arbeit extrem verlangsamt.

Alexander Prinz, Übermedien, 12.03.2026 (online)

Zitiert: Keine kostensparende Reform

Was in der Euphorie bislang noch keine Rolle spielt: Natürlich sollen die Zusammenlegungen auch Kosten reduzieren. Hier ist allerdings festzustellen, dass die jetzt wegfallenden ARD-Spartensender deutlich günstiger als ihre ZDF-Pendants sind. So hatten beispielsweise nach dem eben veröffentlichten 25. KEF-Bericht One und ARD alpha für die vierjährige Beitragsperiode 2025 bis 2028 einen Bedarf von 42,9 Millionen Euro (One) und 37,8 Millionen Euro (Alpha) angemeldet; beim ZDF schlägt für den gleichen Zeitraum ZDFinfo mit 144,5 Millionen und ZDF Neo mit 317,3 Millionen Euro zu Buche

Steffen Grimberg, taz.de, 11.03.2026 (online)