Die deutschen Medienanbieter klagen nicht nur, sie verklagen sich auch. Gibt es unter ihnen keinen Konsens?
Deutsche Zeitungsverleger klagen gegen die „Tagesschau“-App der ARD.
Private Fernsehanbieter klagen gegen die Landesmedienanstalten.
Beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof in München wurde die erste Klage gegen den Rundfunkbeitrag eingereicht, der ab 1. Januar 2013 gelten soll, meldet die Funkkorrespondenz (31/2012). Die Klageschrift (Az.: Vf. 8-VII-12) sei im Mai eingegangen.
1,03 Milliarden Euro beträgt der Sportrechte-Etat der ARD in der aktuellen Gebührenperiode 2009 bis 2012, berichtet der Spiegel. 71 Millionen Euro stehen für Olympia, 707 Millionen Euro für Fußball zur Verfügung. Der Sportrechte-Etat soll für 2013 bis 2016 steigen. Allein die Rechte für die Deutschen-Fußball-Liga werden um knapp zwei Prozent steigen. „Auch EM-Rechte für 2016 werden teurer. Weil sich die Zahl der EM-Spiele erhöht habe, heißt es in dem Papier, dass ‚der Gesamtpreis zwar gestiegen, der Preis pro Spiel jedoch gesunken ist‘.“
Laut Rundfunkstaatsvertrag stehen die Kabelnetzbetreiber in der Pflicht (Must-Carry-Regelung) fast alle Programme von ARD und ZDF ins Kabelnetznetz einzuspeisen. Bisher haben ARD und ZDF dafür ca. 60 Mio. Euro im Jahr an KDG (9 Mio. Kabelhaushalte), Unity Media (5,2 Mio. Kunden) und Kabel BW (2,3 Mio. Kunden) gezahlt.
Weil sich erfundene Geschichten „im Doku-Stil“ vor allem bei RTL „sehr quotenstark entwickelt“ haben und sie zudem „zum relativ günstigen Preis“ zu haben sind, empfahl ein internes NDR-Papier dem öffentlich-rechtlichen Sender die Entwicklung solcher Formate. Scripted Reality sei eine „konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Dokusoaps“, heißt es in dem Papier. Die AG DOK hatte dies vor 2 Jahren öffentlich gemacht.