Zitiert: Parteien wie die AfD sind kein Zufallsprodukt

Parteien wie die AfD sind kein Zufallsprodukt, sondern Folge des neoliberalen Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft seit den 1980er-Jahren. Diese Parteien beuten Widersprüche aus, spalten, polarisieren, säen Missgunst und Hass, stellen Freund gegen Feind, grenzen selber aus. Aber sie erfinden die Konflikte…

Zitiert: Der kleine Moment mit dem zukünftigen Kanzler

Auch im Korrespondentenleben sind es für mich die vermeintlich kleinen Momente, die bei mir oft die größten Eindrücke hinterlassen. Etwa gemeinsam im Fahrstuhl des ARD-Hauptstadtstudio mit dem (wahrscheinlich) künftigen Kanzler zu stehen und in diesem geschützten Raum zumindest ganz kurz mal einen Einblick in seine Gedanke zu bekommen. So habe ich gestern einen nach den langen Verhandlungstagen erschöpften, aber zugleich auch zufriedenen und mit sich im reinen wirkenden Friedrich Merz erlebt.

Alexander Budweg (Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio), April 2025 (online)

Zitiert: Welche Landtagswahlen die Berichterstattung über Ostdeutschland verstärken

Analog zu den Bundestagswahlen zeigt sich auch bei Landtagswahlen in ostdeutschen Flächenländern, dass sich die Berichterstattung mit Bezug zu Ostdeutschland im Vorfeld der Wahlen in der Regel nicht maßgeblich erhöht. Erst nach den Wahlen kommt es in der Mehrheit der Fälle zu einem höheren Anteil an Presseartikeln, die den Begriff ostdeutsch* beinhalten.

Es scheint allerdings einen Unterschied zu machen, wo gewählt wird. Während vor Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg meist überdurchschnittlich stark über Ostdeutschland berichtet wird, ist das vor Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt nicht der Fall.

Martin Kopplin, Olaf Jacobs, mdr.de, April 2025 (pdf)

Zitiert: Straßenumfrage zynische Simulation von Authentizität

Julia-Niharika Sen sagt, und es sind zwanzig Nachrichten-Sekunden als Intro vorbei: „Die Opposition hat ihn zerpflückt, Sozialverbände ziehen ein gemischtes Fazit, und der Wirtschaft macht er Hoffnung.“ Und weiter: „Der gestern vorgestellte Koalitionsvertrag von Union und SPD wird sehr unterschiedlich beurteilt, doch…

Zitiert: Wenn Medien und Journalismus trotz aller Bemühungen nicht besser werden

Informations- und Nachrichtenkompetenz ist heute zur notwendigen Schlüsselkompetenz geworden, um medialen und kommunikativen Fehlleistungen souverän begegnen zu können, um gesellschaftlichen Spaltungen divergierender Teilöffentlichkeiten vorzubeugen und um überhaupt wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Idealist Michael Haller hat auch das erkannt. Wenn Medien und Journalismus trotz aller Bemühungen nicht besser werden, dann müssen die (zukünftigen) Mediennutzenden besser, müssen medienkompetenter werden.

Benjamin Bigl, IfKM Leipzig, 16.04.2025 (online)