Zitiert: „Klartext“

Wenn jemand behauptet, „Klartext“ zu sprechen, sollte man misstrauisch werden. Wer „Klartext“ sprechen möchte, gibt zu, sonst nicht „Klartext“ zu sprechen. Oder suggeriert, dass andere nicht „Klartext“ sprechen würden. Man bezichtigt also sich oder andere der Lüge. Deswegen sollte man alles, was auf „Klartext“-Aussagen folgt, erst einmal grundsätzlich in Zweifel ziehen.

Gilda Sahebi, taz.de, 10.04.2025 (online)

Zitiert: Mehrheitsmeinung reparieren

Aus Frau Miosgas beruflichem Selbstverständnis scheint auch schon einiges getilgt zu sein. Die Journalistin will von einem Vertreter der politischen Kaste wissen, wie „wir“ die Mehrheitsmeinung reparieren. Das bereits bei Willkommenskultur und Pandemie trainierte Gemeinschaftswerk von Politik und insbesondere öffentlich-rechtlichen Medien ist so etabliert, dass man sich geradeheraus dazu bekennt.

André Mielke, berliner-zeitung.de, 15.04.2025 (online)

Zitiert: Machtkritische Analyse statt Nachplappern von Macht-Erzählungen

Denn was die üblichen Migrationserzählungen tatsächlich brauchen könnten, wäre eine machtkritische Analyse und nicht das Nachplappern von Erzählungen der Macht. Schon seit Jahrzehnten dienen Migrationsdebatten und das Projizieren gesellschaftlicher Probleme auf eingewanderte Menschen dem Verschieben politischer Verantwortung. Es wird so getan, als…

Zitiert: Vom Kolonialismus in Medien

Beim Journalismusfestival in Perugia fordern Manager von Al-Jazeera und eine Wissenschafterin eine Abkehr vom Eurozentrismus in Medien Yafa El Masri, Geografie-Dozentin mit Schwerpunkt auf Flüchtlingsräume, ist geboren und aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingscamp. In ihrer Kindheit wurde ihr Dorf oft von Kriegsberichterstattern…