Zitiert: Öffentlichkeit ohne Journalismus? Rollenverschiebungen im lokalen Raum

Die Digitalisierung medialer Prozesse, die Ökonomisierung medialer Angebote, aber auch tiefgreifende Veränderungen im Nutzungsverhalten des Publikums und wirtschaftlicher Druck haben den Journalismus und sein Umfeld in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Von diesen Entwicklungen scheint die Lokalpresse besonders betroffen zu sein: Die…

Zitiert: Wirklichkeit verformen, um journalistischen Maßständen gerecht zu werden

Wenn Journalisten die Wirklichkeit verformen und verzerren, um sich ihren Berichtsgegenstand so zurechtzuzimmern, dass er nach ihren Regeln handhabbar ist – wenn ihnen also das Beharren auf den eigenen Regeln und Grundsätzen wichtiger ist, als eine adäquate Abbildung der Wirklichkeit, kann man…

Zitiert: Wie man Themen erzählen muss

Es ist gibt Themen, die anders erzählt werden müssen als der Watergate-Skandal, den de Wecks Helden Carl Bernstein und Bob Woodward Anfang der 1970er-Jahre aufdeckten. Dass wir heute mehr über Depression, Demenz oder die Auswirkungen von sexueller Gewalt wissen, liegt auch daran, dass Journalistinnen und Journalisten erkannt haben, dass es Geschichten gibt, die ihre Kraft erst im Persönlichen entfalten. Und den Mut hatten, ihren Chefredakteuren zu erklären, dass „kleindramatische“ Themen wie etwa Kindererziehung ähnlich relevant sein könnten wie die geheime Panzerstatistik des Verteidigungsministeriums.

Charlotte Theile, sueddeutsche.de, 30.10.2024 (online)

Zitiert: Reiche, die über eigene Medien auf das politische Geschehen einwirken

Reiche, die sich anschicken, über eigene Medien auf das politische Geschehen einzuwirken, gibt es auch außerhalb der USA. Man denke an Mathias ‚Please stärke die FDP’ Döpfner, den Tech-Unternehmer Frank Gotthardt, der das tendenziöse Reichelt-Projekt Nius vorantreibt, oder an den 2022 verstorbenen österreichischen Red-Bull-Unternehmer Dietrich Mateschitz mit seinen Medienaktivitäten. Der Fall Bezos ist aber auch aus einem anderen Grund für den deutschsprachigen Raum interessant: Er führt vor Augen, wie wichtig die Trennung von Redaktion und Verlag ist – und wie fragil.

Anna Ernst, medieninsider.com, 30.10.2024 (online)

Zitiert: Weltweite Pressefreiheitsentwicklung negativ

Im letzten Jahr erlebten 451 Millionen Menschen in 10 Ländern eine Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit; nur 335 Millionen Menschen in 5 Ländern erlebten eine Verbesserung. Der Global Expression Report 2024 belegt eine Verschlechterung der Situation in 78 Ländern weltweit. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen an Orten leben, an denen die freie Meinungsäußerung und Kommunikation in der Krise stecken. Eine neue Veröffentlichung zu Media Capture macht deutlich, welche Dynamiken dahinter stecken.

Bissera Zankova , Ivo Indzhov, ejo-online.eu, 28.10.2024 (online)