Zitiert: Terrorist oder Journalist

Um zu entscheiden, ob jemand Journalist ist, schauen wir uns seine Arbeit an: Berichtet er auf der Grundlage von Fakten oder nicht? In vielen Teilen der Welt gibt es Mitarbeiter von Medien, die von einigen als Propagandaorgane angesehen werden, die wir in unsere Liste der getöteten und verletzten Journalisten aufnehmen. Es gibt die Redensart: der Terrorist des einen ist der Freiheitskämpfer des anderen. Für uns ist es sehr wichtig, kein Urteil darüber zu fällen, welche Medien gut oder schlecht sind. Denn viele autoritäre Regime, etwa Russland, betrachten unabhängige Medien generell als Propagandaorgane.

Jodie Ginsberg, taz.de, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Agenturen wollen über „Wert“ von Medien bestimmen

Medienhäuser und -verbände beurteilen die „Ratings“ der Agenturen sehr kritisch. Die Einteilung journalistischer Inhalte und redaktioneller Arbeit in „hochwertig“ und „minderwertig“ sei „in hohem Maße zynisch und unangemessen“, schreibt der Medienverband der freien Presse (MVFP). Ohnehin fließe mehr als die Hälfte der globalen Werbeinvestitionen an Google, Amazon, Meta, Tiktok und Alibaba, die freilich keinerlei inhaltliche Verantwortung für die von ihnen publizierten Inhalte übernehmen.

Ole Kaiser, faz.net, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Es fehlt das strategische Ziel

Droht ARD, ZDF und dem audiovisuellen Medienmarkt in Deutschland ein ähnliches Schicksal, wie der einst stolzen Automobilindustrie? Vom Erfolg der Transformation wird es abhängen, ob ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat1 relevant bleiben. Kommerzielle und öffentlich-rechtliche Medienanbieter befinden sich inmitten eines anspruchsvollen Transformationsprozesses…

Zitiert: Ist konstruktiver Journalismus besser?

Wenn ich Lösungsansätze vorstelle, tue ich das zwangsläufig auf einer Wertegrundlage und unter bestimmten Prämissen, die nicht alle teilen. Wenn ich eine Klima-Lösung vorstelle, sage ich auch, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, dass wir etwas dagegen tun sollten und dass dieser…

Zitiert: Verdrängungshypothese unterstellt ein Nullsummen-Verhältnis

Die Verdrängungshypothese unterstellt ein Nullsummen-Verhältnis, bei dem öffentlich-rechtliche Medien zulasten privater Anbieter profitieren. Die akademische Forschung legt aber eine andere Hypothese nahe, nämlich dass öffentliche Dienste als eine Form von Marktaufbereitung dienen können – also nicht einfach eine Nachfrage befriedigen, sondern die…