Zitiert: Intellektualität und Emotion sollten im Kino zu Kampfgefährten verschmelzen

Anna Karina, Brigitte Bardot, Marina Vlady, Jane Fonda, Anne Wiazemsky, Maruschka Detmers – Frauengesichter beseelen Godards Filme. Sie sind gewissermassen die Materie, sie bilden die Hardware der Filme – nicht nur wie üblich nur das Begehren, die Schönheit, das Mysterium, sondern diese…

Zitiert: Debatte Streaming gegen Kino ist eine alte Debatte

Heute wissen alle, die Studios und auch die Streamer, dass nichts die kulturelle Wirkung des Kinos ersetzen kann. Der einzige Weg für einen Film, wirklich in die Konversation, ins kollektive Bewusstsein der Menschen einzudringen, führt darüber, dass er im Kino herauskommt. Die Streamer haben jetzt auch alle Investitionen angekündigt, um Filme zuerst für einen Start im Kino zu produzieren. Streaming wird existieren, es ist gut, aber es wird sich hinter dem Kino einordnen. Wie das jedes Mal war, wenn es neue Technologien gab.

Iris Knobloch, sueddeutsche.de, 26.05.2023 (online)

Zitiert: Ist das deutsche Kino noch zu retten?

Die Förderstrukturen sind kompliziert, es gibt neben der Filmförderungsanstalt des Bundes noch elf Länderförderungen. Die Entscheidungen über die Vergabe von Geldern ist nicht immer klar nachvollziehbar, und der Spagat, die deutsche Filmförderung als Kultursubventionsprogramm und als Wirtschafts- und Standortförderung anzulegen, gelingt nicht…

Zitiert: Stream heißt Strömung und nicht Kunst

Mit dem Ziel, die breitesten, am einfachsten zu erwerbenden Zielgruppensegmente zu erreichen, sind die Streamingdienste standardisierten Formeln, Genre-Diktaten und Remakes zum Opfer gefallen. Stream heißt Strömung, es geht um Datenmengen, nicht um Regisseure, sie werden von der Strömung erfasst. Das ist wie ein schwarzes Loch. Die Zukunft der Filmkunst liegt allein im Kino, und dafür setze ich mich ein.

Philippe Bober, sueddeutsche.de, 15.2.2023 (online)