MDR

Muss NDR-Fernsehdirektor Frank Beckmann im Kika-Skandal noch Verantwortung übernehmen?

 

„Der Schaden habe sich auf 8,2 Millionen Euro erhöht, teilte MDR-Intendant Udo Reiter gestern nach einer Sondersitzungen des Rundfunkrats mit. Die kriminellen Scheingeschäfte seien acht Jahre lang – von 2002 bis 2010 – nicht aufgefallen. Fünf Firmen seien darin verwickelt gewesen“, berichtet die Märkische Allgemeine.

„Die enorme kriminelle Energie des Beschuldigten hat letztlich dazu geführt, dass diese Allianz von Untreue und Betrug für Außenstehende ohne spezifische Fachkenntnisse offenbar kaum zu entlarven war und so Jahre lang unentdeckt blieb“, sagte Reiter laut Kölner Stadtzanzeiger.

„Der inzwischen vor die Tür gesetzte Verdächtige missbrauchte seine Schlüsselposition: Der Mann hatte den Kinderkanal mit aufgebaut, produktionstechnische und kaufmännische Prozesse auf sich zugeschnitten und damit das eigentlich geltende Vier-Augen-Prinzip ausgehebelt“, heißt es bei Sat+Kabel.

„Die jetzige Organisationsreform spricht allerdings dafür, dass es dem Beschuldigten auch systematisch leichtgemacht wurde“, stellte die FAZ fest. Weiterlesen

Warum MDR-JUMP-Chef Michael Schiewack gehen muss

Was steckt dahinter, dass beim MDR zwei Wellenchefs gehen (müssen), obwohl sie steigende Quoten vorweisen können? Erst Erik Markuse, nun Michael Schiewack.

So klar und deutlich hat es bisher keiner im Fall Michael Schiewack beschrieben, wie Michael Könau in der Mitteldeutschen Zeitung: „Er hat alles überstanden, der Mann mit den grauen Locken und dem Dreitage-Bart. Den Umzug seines Senders DT64 von Berlin nach Halle, die Umbenennung in MDR Sputnik, Klagen von Mitarbeitern, die sich zu hart angefasst fühlten, Korruptionsvorwürfe und Ermittlungen der Sondereinheit Ines. Nun aber, fünf Jahre nach der großen Krise, die ihn zwar die Leitung seines Senders Sputnik kostete, nicht aber den geliebten Chefposten, endet die Ära Michael Schiewack beim MDR.“

So litt JUMP unter ähnlichen Problemen wie SPUTNIK: JUMP ist sehr bekannt, wird jedoch nicht entsprechend stark eingeschaltet. Dies hatte die letzte Programmanalyse zu Sputnik noch einmal bestätigt. Bei einer Bekanntheit von 70 Prozent konnte Sputnik nur 10 Prozent Stammhörer generieren, JUMP hatte 16 Prozent Stammhörer bei einer Bekanntheit von 86 Prozent.

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MDR mit TAGESTHEMEN-Verlusten

Alle Jahre wieder zählt die Funkkorrespondenz aus, welche ARD-Anstalt wie viele Tagesthemen-Kommentare zulieferte. Auf dieser Grundlage konnte ich noch vor einem Jahr TAGESTHEMEN-Gewinne für den MDR vermelden, wenn auch auf niedrigem Niveau und nach großen Verlusten in den Vorjahren. Während man 2003 noch 24 Kommentare bot und 2004 immerhin noch 19, schaffte es der MDR im Jahr 2010 gerade einmal fünfmal.

Auf die Sender (nach Größe geordnet) verteilten sich die Kommentare wie folgt:
WDR: 76 – SWR: 50 – NDR: 50 – BR: 19 – MDR: 5 – HR: 8 – RBB: 10 – SR: 10 – RB: 0

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ZDF-Redaktionsleiter Stefan Raue wird trimedialer MDR-Chefredakteur

So vermeldete es bild.de um 15.57 Uhr, nachdem der MDR dies um 15.16 per Presseerklärung bekanntgegeben hatte. „Er soll seine Arbeit am 1. November 2011 aufnehmen. Stefan Raue folgt dem Chefredakteur des MDR-Hörfunks, Christian Schneider, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand ging, und dem Chefredakteur des MDR-Fernsehens, Wolfgang Kenntemich, der im Herbst 2011 in den Ruhestand treten wird.“ Weiterlesen

MDR bietet Dokfilm Zeit

„Ab März ist sonntags Dokfilmzeit im MDR – zur Einführung des neuen Sendeplatzes gibt es reihenweise Preisträgerfilme. … Grimme-Preis, Silberne Taube, HotDocs Toronto, Oscarnominierung – die Dokumentarfilme des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS sorgen national und international für Aufsehen und Anerkennung. Die Besten präsentieren sich an den kommenden Sonntagabenden auf dem neuen Dokfilmsendeplatz um 23.40 Uhr“, verkündet der MDR heute.

Das Genre Dokfilm wird im MDR-Programm gestärkt. Die Dokfilmer können jedoch erst einmal nicht auf mehr Aufträge hoffen. Es sind also keine neuen Filme. Es handelt sich erst einmal um Wiederholungen. Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)