Zitiert: Was man in der ARD-Mediathek nicht kann

Warum kann man in der ARD-Mediathek nicht nach Produktionsjahr oder nach Jahrzehnten suchen? Warum gibt es keine Spielfilm-Sektion wie bei Arte, warum keine „Klassiker“-Sektion, die jeden Monat eine andere Auswahl älterer Fernsehfilme vorstellt? „Kulturelles Erbe“ ist ein schwieriger Begriff, zumal in diskursiv aufgepeitschten Zeiten. Audiovisuelles Erbe verfügbar zu machen aber wäre etwas, wodurch die Öffentlich-Rechtlichen ihren häufig eingeforderten Kultur- und Bildungsauftrag offensichtlich erfüllen könnten

Christians Bartels, Medienkorrespondenz, 08.10.2020 (online)

Zitiert: „Sturm der Liebe“ schlägt „Babylon Berlin“

Aktuell liefert „Babylon Berlin“ beeindruckende Zahlen. Aber über das gesamte Jahr gesehen erzielt „Sturm der Liebe“ die höchsten Abrufe. Das hängt zum einen natürlich mit der Vielzahl verfügbarer Folgen bei diesem täglichen Format zusammen. Es zeigt aber auch, dass sich die Sehgewohnheiten ändern. Denn „Sturm der Liebe“ hat ja eine etwas ältere Zielgruppe. Und auch in dieser schauen immer mehr in der Mediathek – wir reden im Moment von rund zehn Prozent der Gesamtnutzung mit steigender Tendenz. Der Trend geht also auch bei älteren Zielgruppen eindeutig in Richtung nichtlinearer Nutzung.

Frank Beckmann, epd medien, 23.10.2020 (online)

Zitiert: ARD und ZDF wiederholen lineare Fehler im Nichtlinearen

Und jetzt raten Sie mal kurz, in welcher Altersgruppe ARD und ZDF mit ihren Mediatheken die größten Zuwächse verzeichnen können? Richtig: bei den 50- bis 69-Jährigen. Die Zahl der mindestens wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzer hat sich für die ARD Mediathek im Vergleich…

Zitiert: Nicht Sender sind die Zukunft, sondern Plattformen, Streamingdienste und Mediatheken

Die Situation ist absurd: Obwohl alle von einer „Informationsgesellschaft“ sprechen, gibt es keine inhaltlich profilierte oder personell erkennbare Medienpolitik. Intermediäre wie Google oder Facebook bestimmen die Struktur der Öffentlichkeit. Sie stoßen nicht auf Widerstand, sondern fröhlich werden weiße Fahnen geschwenkt: Kapitulation statt…

Zitiert: funk – Kapitulation statt Politik

Man sieht dies sehr schön am Projekt „funk“, dem „jungen Angebot“ von ARD und ZDF, das von Beginn an als Zulieferer für Facebook und andere konzipiert wurde. Die Plattformen danken herzlich für so viel kostenlose Zuträgerschaft. Von einer Selbstbehauptung der öffentlich-rechtlichen Einrichtungen keine Spur. Selbst wenn man noch einmal die Gespräche von Günter Gaus sehen will oder alte „Tatorte“ mit Kommissar Trimmel, schaut man in der ARD-Mediathek in die Röhre, wird bei Youtube aber bestens bedient.

Diese digitale Selbstverzwergung wird auch an der geplanten Einrichtung einer ARD-Kulturplattform deutlich.

Bernd Gäbler, tagesspiegel.de, 25.07.2020 (online)