Zitiert: Persönlichkeitsrechtsverletzungen – Abschöpfung des erwirtschafteten Gewinns ist nötig

Das Gesamtbild ist eindeutig: Die bisher ausgeurteilten Beträge halten die Medien nicht davon ab, weitere Privat- und Intimsphäreverletzungen zu begehen. Konsequenterweise müssen die Gerichte zukünftig höhere Geldentschädigungen zusprechen, um den vom Bundesgerichtshof (BGH) für Zwangskommerzialisierungsfälle beabsichtigten „echten Hemmungseffekt“ (BGH, Urt. v. 15.11.1994,…

Zitiert: Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt

In der Ethik gibt es keinen Gesetzgeber. Wir selbst müssen uns fragen: Wie definieren wir gutes journalistisches Handeln? Bei der Kriegsberichterstattung denke ich da in erster Linie an die Persönlichkeitsrechte der Opfer, die abgebildet werden, an Privatsphäre und Respekt. Und mir scheint relativ klar, dass so eine Abbildung dagegen verstößt. Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt, ohne selbst eingewilligt zu haben. Es interessiert nicht das Schicksal oder der ermordete Mensch, sondern nur das Narrativ, das man damit rüberbringen kann. Das ist in meinen Augen sehr problematisch.

Claudia Paganini, sueddeutsche.de, 6.4.2022 (online)

Zitiert: Geht Online-Werbung ohne Datentauschrausch?

Verlage reden nicht gerne im Detail über ihre Werbefinanzierung. Um so bemerkenswerter ist ein Text, den die „New York Times“ vor kurzem veröffentlichte: „Als Branche geben Nachrichtenorganisationen eine jämmerliches Bild ab, wenn es um die Privatsphäre geht“, schreibt Robin Berjon, der für…