Zitiert: Barrierefreiheit ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss

Eine inklusive Medienlandschaft entsteht nicht nur durch einzelne Maßnahmen, sondern es bedarf langfristiger Strategien, die Vielfalt sowohl in den Inhalten als auch in den redaktionellen Strukturen verankern. Medienunternehmen beschäftigen sich bereits mit der Frage, welche Schritte hierfür notwendig sind. Wir finden: Je konkreter, desto besser!

Barrierefreiheit ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss – er braucht Aufmerksamkeit, Übung und die Bereitschaft, ihn immer wieder einzusetzen. Davon profitiert – früher oder später – jeder Mensch

oder zumindest jemand, den jeder Mensch kennt.

Cornelia Holsten, die medienanstalten, Monitoring Barrierefreiheit 2025 (online)

Zitiert: Denken in Streamingformaten verändert auch den Fernsehjournalismus

Man sollte etwa nicht davon ausgehen, dass es auf Dauer folgenlos für die Wahrnehmung von Politik bleibt, wenn Politikjournalismus sich vor allem als Berichterstattung über Streit in der Koalition darstellt (Altpapier) – weil es beim Publikum „funktioniert“.  […] Unabhängig von diesem Einzelbeispiel…

Zitiert: Die Quotenfixierung ist auch aus professioneller Sicht falsch

Quotenerfolge lassen sich nicht am Reißbrett planen. Da kann man sich noch so sehr bemühen, mit der Mediennutzertypologie des Markt- & Sozialforschungsinstituts GIM Produkte passgenau auf Zielgruppen zuzuschneidern. Auch lässt es sich mit einer Schere im Kopf schlecht schreiben, vor allem, wenn gleich eine ganze Heerschar mitschnippelt – ein Drehbuch geht in einem Sender durch etliche Hände. Filme, über die man eine Woche nach Ausstrahlung noch nachdenkt, schafft man auf diese Weise nicht. Die werden anderswo gemacht. Wodurch sich der ÖRR auf Dauer sein eigenes Grab schaufeln wird.

Karlotta Ehrenberg, taz.de, 04.10.2026 (online)