Zitiert: Verleger haben ihre eigentlichen Wettbewerber übersehen

Die österreichischen Verleger kenne ich kaum. Die Schweizer Verleger ihrerseits haben zwanzig Jahre zu spät gemerkt, dass ihre eigentlichen Wettbewerber Google und Co sind und nicht das öffentliche Medienhaus. Globale Plattformen haben das Geschäftsmodell der Verleger zerstört, aber ihr Feindbild bleibt der ORF, in meinem Land die SRG. Doch inzwischen dämmert es einigen Verlegern, dass sie sich auf einem Nebenkriegsschauplatz verkämpfen. Das hat die Debatte leicht entspannt. Illusorisch und anachronistisch ist die Vorstellung, die Schwächung der öffentlich-rechtlichen Medien werde die privaten Medien wesentlich stärken.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.04.2023 (online)

Zitiert: ARD-Reform auf Kurs

Eine noch attraktivere ARD Audiothek, gemeinsame Arbeit an der digitalen Zukunft der ARD und weitere Schritte zu mehr Kooperation und Effizienz: Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben bei ihrer zweitägigen Sitzung in Bonn wichtige Entscheidungen für den Reformweg der ARD gefällt. Dabei geht es darum, Effizienz und Exzellenz miteinander zu verbinden: Mehr Sender-übergreifende Zusammenarbeit wird Ressourcen freimachen. Auf einige Angebote wird in Zukunft verzichtet. Die so frei gewordenen Mittel werden für die digitale Transformation der ARD eingesetzt, um Menschen in einer zunehmend digitalen Welt weiterhin verlässliche Angebote zu machen.

ARD, 27.04.2023 (online)

Zitiert: Passen Finanzausstattung und Leistung zusammen?

Aber auch ein Rundfunk, der zehn Euro im Monat kostet, kann zu teuer sein und keine Akzeptanz finden, wenn die Leistung dazu nicht stimmt. Die Frage ist immer, passen Finanzausstattung und Leistung zusammen. Insofern müssen diese Frage die Länder beantworten, wenn sie festlegen, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk leisten soll – und wie föderal er in Deutschland sein soll. Daraus folgt dann, was er kostet.

Martin Detzel, sueddeutsche.de, 25.04.2023 (online)

Zitiert: Unabhängigkeit heißt, dass man sich von keinem einbinden lässt

Von den Anstalten, von der Politik und von anderen Betroffenen wird in vielfältiger Form versucht, die KEF in die eigene Sichtweise einzubinden, um es mal so zu formulieren. Unabhängigkeit heißt, dass man sich von keinem einbinden lässt. Auch wenn man dann damit leben muss, dass wahrscheinlich niemand vollkommen zufrieden ist – aber dann hat die KEF eine gute Arbeit gemacht.

Martin Detzel, sueddeutsche.de, 25.04.2023 (online)

Zitiert: Lenkbarkeit der technischen Entwicklung

Aber die Einsichten aus der Geschichte von Mensch und Technik machen auch demütig, was die Lenkbarkeit der Entwicklung angeht: Vieles ist noch ungewiss. Ein zentraler Punkt etwa ist der Versuch, die künstlichen Intelligenzen mit moralischen Vorstellungen zu füttern. Man möchte nicht, dass…