Zitiert: Medien als Verkünder von Absichten

Sehen, ohne nach dem Davor, dem Danach und dem Warum zu fragen, öffnet unser Herz jeder Manipulation. Die menschliche Empathiefähigkeit lässt sich beliebig missbrauchen. Schauen ohne Verständnis bringt nichts. Wir Menschen müssen lernen, unseren eigenen Erfahrungen zu trauen und staatliche und private Medien nicht als Verkünder von Wahrheiten zu sehen, sondern als Vertreter von Absichten.

Gabriele Gysi, Hintergrund 5/6–2024, S. 32

Zitiert: Die eigentlich alles entscheidende medienpolitische Frage

Wir dürfen dabei auch die eigentlich alles entscheidende Frage nicht aus den Augen verlieren: Wie muss ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk aussehen, der im 21. Jahrhundert seine demokratische Aufgabe unter veränderten Mediennutzungsbedingungen erbringen kann? Welche Strukturen muss er aufweisen und wie muss er finanziert…

Zitiert: Die Herausforderung, Nachrichten-Kompetenz zu vermitteln

„Eine grosse Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland hat kein Vertrauen in die Medien: 76 Prozent misstrauen demnach Zeitungen, 72 Prozent misstrauen Journalistinnen und Journalisten.“ Mit diesem nicht nur für die Medienbranche erschreckenden Umfrage-Ergebnis einer Studie von 2022 macht der emeritierte Journalismus-Forscher Michael…

Zitiert: Presse als Gegenspieler zu den Herrschenden?

Lizenz zum Gelddrucken, sagt die Forschungsliteratur. Die Familien, die 1945 einen Verlag gründen durften, haben heute Milliardenvermögen oder wenigstens dreistellige Millionensummen: Mohn, Springer, Bauer, Burda, Holtzbrinck, Schaub. Ich könnte diese Liste leicht fortsetzen. Wie man da auf die Idee kommen kann, die Presse sei so etwas wie ein Gegenspieler der Herrschenden, bleibt mir ein Rätsel.

Michael Meyen, Hintergrund 5/6–2024, S. 28