Zitiert: Machtpolitiker*innen gehen nicht in Talkshows

Die Politiker denken immer, sie müssten da auftreten, weil sich das direkt in Wählerstimmen ummünzt. Also solche Machtpolitiker wie Helmut Kohl oder Angela Merkel haben gerade darauf geachtet, nicht zu häufig in solchen Runden zu sein – oder gar nicht. Und natürlich haben sie gute Wahlergebnisse eingefahren. Also diese schale Gleichung müsste man den Politikern einmal beibringen, dass die Überpräsens in solchen Sendeformen ihnen mittel- und langfristig politisch auch schadet.

Lutz Hachmeister, DLF, Medias Res, 04.07.2019 (online)

Zitiert: „Öffentlich-rechtliche Talkshows sind Werbeträger für die AfD“

Mir haben diese Talkshows in den 70er- und 80er-Jahren besser gefallen, als sich Leute biographisch präsentieren konnten und es zu spannenden Lebensbegegnungen kam. Diese Namen wie Romy Schneider und Klaus Kinski sind ja älteren Zuschauern zumindest noch in Erinnerung mit legendären Auftritten.…

Zitiert: Parteiproporz zu sichern ist keine Aufgabe der Gremien und Sender

Viele Funktionsträger der Öffentlich-Rechtlichen vermitteln den Eindruck, sie lebten noch in der Welt von vor 20 Jahren. Sie denken, alles sei gut, und kümmern sich lieber um den Parteien-Proporz und die Ausgewogenheit zwischen den regionalen Landesfunkhäusern. Die große Herausforderung ist aber eine ganz andere: Wie kann ich als öffentlich-rechtliche Anstalt im digitalen Zeitalter ein hochqualitatives Informations- und Unterhaltungsangebot bereitstellen, das alle annehmen?

Ole von Beust, Hamburger Abendblatt, 05.07.2019 (nicht online)

Zitiert: Rezo-Video – Warum können das ARD und ZDF nicht?

Zum siebten und letzten ist da nochmal die große Verwunderung über die Wucht des Videos, diesmal allerdings gepaart mit der Frage, warum in Dreiteufelsnamen kein Fernsehsender auch nur ansatzweise etwas Ähnliches hinbekommt. Ich meine jetzt nicht die politische Botschaft, die muss es…

Zitiert: Missbrauch der Autorität

Aber wenn Sender vor den Nachrichten und bereits im Design der „Tagesschau“ Bauhaus-Werbung einblenden, also mit dem Signet der Nachrichten, machen Sie etwas Illegitimes. Das ist ein Missbrauch der Autorität, die ein Leitmedium hat.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: Zitiert: Missbrauch der Autorität epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 11