Dokumentation

Dokumentiert: Leopold Hoesch zur Lage des Dokumentarfilms und zum Agieren der Sender

 

FK: Wie ist es denn aus Ihrer Sicht grundsätzlich um das Dokumentarische im deutschen Fernsehen bestellt? Viele Kollegen klagen ja über gestrichene Sendeplätze und drastisch gekürzte Etats.

 

Hoesch: Ich empfehle all diesen Klagenden einen Besuch im Ausland. Wenn man sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen in den USA, in Frankreich, Italien oder im stets so gepriesenen Großbritannien anschaut, dann wird schnell deutlich, dass unser Fernsehen hinsichtlich seiner Breite und Tiefe absolut einmalig ist. Es gibt spezielle Leuchttürme, die vielleicht anderswo noch heller leuchten, doch das sind Einzelsegmente. Leider ist den meisten Gebührenzahlern überhaupt nicht bewusst, welch tolles Fernsehen sie mit ihrem Geld finanzieren. Weiterlesen

ARD: Fast 30 Prozent aller Dokus sind Zoo-Dokus

 

„Allein im Ersten wurden im vergangenen Jahr 300 Stunden an Programmen dieses Genres gezeigt. Mit anderen Worten: Jeden Tag findet der Zuschauer im Ersten eine knappe Stunde eines dokumentarischen Formats.“ Zoo-Dokus seien in diese Zahl noch nicht mal mit einberechnet, so Volker Herres, bei „Top oft he Docs“ im Rahmen der Berlinale.

 

Im Rahmen dieser ARD-Präsentation offenbarte man auch den Umfang der Zoo-Dokus in allen Programmen der ARD. Es sind 3.873 Stunden. (Die ARD zeigt insgesamt 12.965 Stunden Dokus. Ohne die Zoo-Dokus sind es 9.092 Stunden.) Fast ein 30 Prozent  aller Dokus sind also Zoo-Dokus, mithin fast doppelt so viel wie die Erstausstrahlungen, von denen es 2012 immerhin 2027 Stunden gab.

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Monika Piel nunmehr für Dokus am Vorabend

 

„Ich persönlich würde zwischen 18 und 20 Uhr auf ein Kontrastprogramm setzen, auf Dokumentarfilme und Wissenssendungen“, so Monika Piel im Interview mit dem stern (48/2012). Doch wollte sie nicht am ARD-Vorabend unbedingt Thomas Gottschalk? „Ich erzähle jetzt mal, wie die Geschichte war: Thomas Gottschalk ist nicht auf mich zugegangen, sondern auf Udo Reiter, den damaligen MDR-Intendanten. Reiter hat mir am Telefon von dieser Idee erzählt. Ich habe daran geglaubt, dass die Sendung funktioniert. Um die Sache voranzubringen, hat der WDR die Federführung übernommen.“

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Länder wollen sich mit digitalen Verwertungsrechten bei TV-Sendern befassen

 

Wir brauchen für die digitale Welt neue Vertragskonditionen.“ So der Chef der Berliner Senatskanzlei, Björn Böhning in einem Interview mit promedia. Anlass des Gesprächs war ein Schreiben der AG Dok an die Ministerpräsidenten , in dem diese die Vertragspraxis der öffentlich-rechtlichen Sender angreift.

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Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)