Zitiert: Journalistische Erkenntnisse unter anderer Identität

Meine Arbeit wurde immer wieder von Prozessen begleitet, jahrelang, durch Springer und die Strauß-Konsorten. Sie versuchten, meine Arbeit zu kriminalisieren. Der Bundesgerichtshof hat schließlich entschieden: Wenn es um gravierende Missstände geht, hat die Öffentlichkeit ein Recht, darüber informiert zu werden, auch wenn die Erkenntnisse unter anderer Identität zustande kommen. Durch die sogenannte „Lex Wallraff“ sind deshalb bis heute Undercover-Einsätze wie „Team Wallraff“ und „wallraffen“ bei RTL vom BGH und Bundesverfassungsgericht legitimiert.

Günter Wallraff, berliner-zeitung.de, 18.10.2025 (online)

Zitiert: Vorwürfe der kulturellen Aneignung

Vorwürfe der kulturellen Aneignung oder wie auch immer man das nennen mag, treffen mich nicht. Die, die mich versuchen zu canceln, waren einzelne deutsche Pseudointellektuelle, in ihrer eigenen Blase gefangen. Ich habe damals, nach der Veröffentlichung von „Ganz unten“, tausende Zuschriften bekommen, gerade von Einwanderern, die mir sagten: Endlich hat das mal ein Deutscher erlebt und aufgedeckt, auf uns hört keiner, uns glaubt man ja nicht – du bist einer von uns. Das geht bis heute in die Enkelgeneration.

Günter Wallraff, berliner-zeitung.de, 18.10.2025 (online)

Zitiert: Ein Grund für journalistische Angepasstheit

Die Tatsache, dass Leute von heute auf morgen herausgeworfen werden können, wenn sie unliebsam sind, ist ein grundsätzliches Problem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die jüngste Mitarbeiterbefragung hat zum Ergebnis gehabt, dass es als eher kritisch gewertet wird, innerhalb der Redaktion Frontal 21 die…

Zitiert: „nd“ wird in der „taz“ um Spenden

In einem Gastbeitrag für die „taz“ wirbt Christof Meueler, Feuilletonleiter des „nd“, dafür, die in finanzieller Not steckende linke Tageszeitung mit mindestens 150.000 Euro zu retten, damit sie ihren 80. Geburtstag im April feiern könne. Er betont, dass das „nd“ viel moderner sei als sein Ruf, aber der Kostendruck so hoch sei, „dass die Zeitung mit dem Sparen kaum mehr hinterherkommt. Es ist wie in einem Actionfilm. Das nd liegt schwer getroffen am Boden, lebensgefährlich verletzt.“

Lorenz Meyer, bildblog, 17.10.2025 (online)

Zitiert: Berichterstattung über Kriminalität

Eine Studie ergibt: Ausländische Tatverdächtige sind in Medien überproportional vertreten. Die Polizeistatistiken sprechen eine andere Sprache. […]

Laut Untersuchung nennt ein Viertel der Fernsehbeiträge, die über Gewalttaten berichten, die Herkunft der Tatverdächtigen. In 94,6 Prozent dieser Beiträge handle es sich dabei um ausländische Personen.

Das Bundeskriminalamt weise jedoch in seiner Statistik für 2024 bei Gewaltverbrechen nur 34,4 Prozent der Tatverdächtigen als nichtdeutsch aus. „Ausländische Tatverdächtige sind damit in den Medien etwa dreifach überrepräsentiert“, so die Schlussfolgerung der Studie.

taz.de, 17.10.2025 (online)