Zitiert: Disruption in der Stahlindustrie

Wir haben dreierlei gemacht: Zunächst wurde der Umbruch ausgelagert in unser Innovation Lab „kloeckner.i“ in Berlin. Das war der Durchbruch. Disruption geht nur außerhalb der Konzernstrukturen und in kreativer Umgebung. Denn zum damaligen Zeitpunkt gab es die „Digital Natives“, mit denen wir die Stahlindustrie angreifen wollten, gar nicht in Duisburg. Zweitens die hierarchiefreie Kommunikation. Und drittens die Digital Academy, um alle Mitarbeiter durch den Wandel mitzunehmen.

Gisbert Rühl, sueddeutsche.de, 03.05.2021 (online)

Zitiert: Diskriminiert zu werden, macht wütend

Ich finde diese Wut berechtigt. Ich empfinde sie selbst. Weil viele so wütend sind, ist der Ton im Netz so rau, die Geduld am Ende, die Kraft erschöpft. Und manche können und wollen ihre Wut nicht mehr zurückhalten. Es ist die Diskriminierung, die den Diskurs gefährdet. Die gilt es anzuerkennen und zu beenden. Dann würde sich auch die Wut legen.

Alice Hasters, sueddeutsche.de, 23.03.2021 (online)

Zitiert: Alte Kolonialmacht Europa ist in der digitalen Gegenwart selbst ganz Kolonie

Man kann auf Clubhouse (bisher) keine Nachrichten schreiben, Kommunikation erfolgt tatsächlich strikt mündlich und in den Räumen. Deswegen wird das Netzwerken vielfach auf Instagram ausgelagert, wo die Message-Funktion ohnehin schon lange zu einem zentralen Kommunikationskanal geworden ist.

So wächst weiter zusammen, was auch von strengen Aufsichtsbehörden kaum mehr zu entflechten ist: Clubhouse zeigt sich mit seinem Audio-Feature als weiteres Puzzlestück in einer umfassenden Einbettung der Kommunikation in amerikanische kommerzielle Strukturen. Die alte Kolonialmacht Europa ist in der digitalen Gegenwart selbst ganz Kolonie.

Bert Rebhandl, derstandard.de, 28.02.2021 (online)