Zitiert: Der Diskurs um Misinformation in sozialen Netzwerken ist derzeit stark von moralischer Panik geprägt

Wir ergreifen heikle Maßnahmen, die Grundrechte berühren, ohne dass es eine faktische Entscheidungsgrundlage dafür gibt. Da muss ich auch den Journalismus kritisieren. Er war in den letzten Jahren sehr empfänglich für Geschichten, die irgendwie andeuten, dass Desinformation in den sozialen Medien höchst gefährlich sei.

Christian Hoffmann, kress.de, 03.03.2022 (online)

Zitierte: Einseitige Visualisierung lässt substantielle zivilisatorische Potentiale versiegen

So lässt für ihn die einseitige Visualisierung der Kommunikation substantielle zivilisatorische Potentiale versiegen, insbesondere die Fähigkeit symbolischen Verstehens und damit die Deutung komplexer Weltzusammenhänge. Zugleich transzendiere unter dem Eindruck der um sich greifenden Kommunikation der Zeichen die „Ökonomie der Dinge“ zu einer bedrohlich entgrenzten „Ökonomie der Daten“ – unkontrollierbar, strukturell und sozial asymmetrisch.

Achatz von Müller über Wolfgang Hagen, faz.net, 21.02.2022 (online)

Zitiert: Desinformation als „Catch-it-all“-Begriff gegen die Pressefreiheit

Letztlich erweist sich Desinformation als „Catch-it-all“-Begriff, der nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen innere Gegner und sogar gegen EU-Kritiker eingesetzt werden kann. Zur Sicherung der Informationsfreiheit ist er ungeeignet. Die EU wird ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht, die Informationsfreiheit zu…

Zitiert: Das Lineare und das Nonlineare sind wie zwei Tonregler

Ich sage im WDR immer, das Lineare und das Nonlineare sind wie zwei Tonregler. Die Frage ist nur, wie kriegen wir das so hin, dass man beides hören kann und beides auf seine Weise stark ist. Ob irgendwann das eine vor dem anderen steht, das werden die Nutzerinnen und Nutzer entscheiden. Aber ich muss mich früh genug auf den Weg machen, sonst verschlafe ich die Zukunft.

Tom Buhrow, epdmedien, 29/30-2021, S. 5

Zitiert: Sind konstruktiver und kritischer Journalismus denn unvereinbar?

Nicht grundsätzlich, aber wenn man einen deutschen Mega-Konzern als Dauer-Anzeigenkunden hat und darüber einige Mitarbeitende bezahlt, fällt es doch wohl sehr schwer, kritisch über diesen Konzern zu berichten. Kritischer Journalismus scheint Ihnen ein bisschen lieber zu sein. Schon. Denn kritischer Journalismus muss…