Auswirkungen von ökonomisch prekären Beschäftigungsverhältnissen auf Medieninhalte

In der Forschung können wir dann untersuchen, wie etwa ein ökonomisch prekäres Beschäftigungsverhältnis einer Journalistin oder eines Journalisten auch Auswirkungen auf die Medieninhalte hat, die diese produzieren. Aber auch, dass die Werbefinanzierung vieler Medien den gesellschaftlichen Diskurs beeinflusst und dies letztlich auch demokratische Prozesse schwächt.

 

Sebastian Sevignani, Telepolis, 18.07.2017 (online)

Funktion der Medien im Kapitalismus (nach Horst Holzer)

Medien und Kommunikation im Kapitalismus spezifische Funktionen erfüllen. Sie sind eine profitable Anlagesphäre, sie verbreiten ein allgemeines Konsumklima, damit immer mehr Produkte möglichst profitabel verkauft werden können, sie legitimieren die Herrschaft des Kapitalismus als einer Ideologie der grenzenlosen Verwertung möglichst aller Lebensbereiche…

Überdeckt Gewaltberichterstattung immer die Inhalte?

„Die Gipfelkonzeption ist zu einem Exzess von Sicherheitswahn und Exklusivität verkommen. Die gewaltfreie Kritik am Bestehenden, die Debatten über Wege in eine bessere Welt brauchen mehr Raum, auch in den Medien. Davon lebt Demokratie. Sie muss friedlichen Protest fördern. Globalisierungskritiker verdienen eine Gegenöffentlichkeit, solange sie keine Waffe in die Hand nehmen. Nicht weil sie per se Recht haben, sondern weil sie eine wichtige Stimme im demokratischen Streit sind. Wie fatal, dass sie nun zwischen staatlicher Terrorangst und autonomer Militanz kaum Gehör finden“, so Jan Thomsen am Sonnabend in der Berliner Zeitung (08.07.2017, online) Weiterlesen Überdeckt Gewaltberichterstattung immer die Inhalte?

Zitat: Medien, die echte Interaktion ermöglichen, können keine Massenmedien sein.

„Man darf nicht vergessen, dass die internetbasierten Medien eben auch Medien sind, d.h. filtern, selektieren und plattschlagen. Zwei Dinge kann man festhalten: Erstens ist heute rätselhafter denn je, was eine medienunabhängige „Erfahrung“ sein könnte. Und zweitens ist es m.E. Richtig, so, wie Sie es in Ihrer Frage angedeutet haben, zwischen sozialen Medien und Massenmedien strikt zu unterscheiden. Medien, die echte Interaktion ermöglichen, können keine Massenmedien sein.“

 

(Norbert Bolz, heise.de, 19.03.2017, online)

Europäische Unternehmen haben Dominanz im internationalen Markt für Fernsehproduktionen wieder an USA verloren

„Die vertikale Integration einiger der größten europäischen Produktionsgruppen in US-amerikanische Konzerne ist dabei Anlass zur besonderen Besorgnis. Die US-Konzerne haben nunmehr die Kontrolle über a) die Mehrzahl der weltweit relevanten Produzenten von Fernsehunterhaltung (sowohl in den Bereichen Fiction als auch Factual Entertainment/Reality-TV),…