Zitiert: Einigermaßen gendergerechte Dailys

Was einigermaßen gendergerecht ist, sind die Dailies. Da ist man gezwungen, divers zu erzählen, sonst gehen die Stoffe aus. Bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten gibt es 20 Hauptfiguren, davon ist die Hälfte weiblich. Auch die Teams hinter der Kamera sind hier sehr gut aufgestellt. …. Die Dailies sind weiter, als die meisten denken. Aber von den 25 Prozent, die Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung ausmachen, sind wir auch hier noch weit entfernt.

Joachim Kosack, sueddeutsche.de, 25.11.2020 (online)

Zitiert: Warum Sparen beim Radio kaum Sinn macht

Dass man beim Radio Geld einsparen kann, was beim Fernsehen verpulvert wird, war im Übrigen schon immer eine Illusion. Denn vom Etat einer einzigen Folge einer halbstündigen Vorabendserie könnte man etwa fünf Hörspiele produzieren. Mal sehen, wie viele Hörspiele der deutschsprachige Rundfunk im Jahr 2019 schafft.

Jochen Meißner, Medienkorrespondenz 7/2019, S. 9 (nicht online)

Zitiert: Dominik Graf, alte Filme und der Serienhype

Die behauptete Alterung von Filmen ist manchmal nur eine Geschmacksfrage. Ein Film in sich kann völlig stimmig sein, aber die Leute heute stören sich daran, dass der Hauptdarsteller einen altmodischen Schnurrbart trägt. Man begegnet in alten Filmen immer auch einem alten Stil,…

Dokumentiert: Der Unterschied zwischen Film und Serie

„Die Kunst, einen großartigen Film herzustellen, besteht darin, die Zeit zu komprimieren. Die Kunst, eine großartige Serie zu machen, besteht darin, die Zeit auszudehnen. Beide Formen erzählen eine Geschichte, die eine in zwei Stunden, die andere in acht Stunden, und die nächste in 13 Stunden. Obwohl wir viel Energie und Aufwand auf neues originelles Serienprogramm verwenden, ist der Filmkonsum auf Netflix sehr stabil. Dabei sind Filme, die wir zeigen, nicht unbedingt neu. Trotzdem nehmen sie ein Drittel des Netflix-Traffics ein.“

 

Ted Sarandos im Interview mit BlickpunktFilm, 17/2016, S. 31 f.