Zitiert: Wir hätten von Wallonien lernen können

In Wallonien […] haben schon in den 1990er-Jahren alle Rundfunkanstalten einen Pakt geschlossen, den „cordon sanitaire médiatique“: Menschen, die rassistischen, demokratiefeindlichen Gruppen nahestehen, bekommen keine Plattform; Einladungen zu Live-Interviews und Talkshows sind tabu. Nach rechtlichen Streitigkeiten urteilte der Belgische Staatsrat 1999: Der…

Zitiert: Das Problem heißt Rechtsextremismus und nicht Migration

Die neuesten Investigativ-Recherchen über die AfD zeigen schwarz auf weiß, welche Gefahr der erstarkende Rechtsextremismus darstellt. Diejenigen, die davon besonders bedroht sind, kommen in den Medien dennoch viel zu selten zu Wort – dabei sind wir ca. 25 Prozent der Bevölkerung.

Es braucht dringend ein Umdenken in Redaktionen, denn das bedrohlichste Problem für unsere Gesellschaft lautet Rechtsextremismus und nicht Migration. Höchste Zeit, sich von den rechtspopulistischen Framings zu verabschieden und sich in der Themensetzung auf reale Gefahren zu besinnen.

Neue deutsche Medienmacher:innen, 22.01.2024 (online)

Zitiert: Medienpolitik ließ Sender wachsen

Das Angebot ist über Jahre gewachsen. Aber eben mit dem Segen der Politik. Die Länder erteilen letztlich über Staatsverträge die Aufträge an ARD und Co. Sie könnten sie reduzieren. Doch dann müssten Landtage eben auch über den Abbau von Jobs entscheiden. Funkhäuser sind ein Standortfaktor und große Arbeitgeber. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein hohes Gut. Aber er ist leider auch: schwer reformierbar.

Thilo Alexe, Sächsische Zeitung, 19.01.2024 (online)