Wollen Kinder keine Dokumentationen sehen?

Wilfried Urbe berichtet von einer Tagung der Dokumentarfilminitiative in Köln zum Dokumentarfilm für Kinder und Jugendliche. Kinder-Fernsehen sei zumeist Unterhaltungsfernsehen. Dokumentarfilme kämen nur am Rande vor und würden kaum beworben.

 

Kritik gab es auch an der These, dass Kinder per se kaum Dokumentationen schauen. Phillis Fermer jedenfalls möchte das nicht so stehen lassen. Denn die Nachfrage hänge auch vom Angebot ab. Und der entsprechenden Bewerbung: „Das ist zudem eine Frage der Programmplanung. ’Stark‘ etwa kommt am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr. Kinder bekommen außerdem teilweise kaum mit, dass etwas für sie angeboten wird, während bei Filmen für Erwachsene schon eine Woche vorher zahlreiche Trailer laufen.“

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Rundfunkbeitrag: Schweiz führt „deutsches“ Modell ein

Nun haben sich die politischen Kräfte in der Schweiz geeinigt. Das neue Radio- und Fernsehgesetz steht, die letzte Differenz ist aus dem Weg geräumt. In Zukunft müssen alle Haushalte sowie Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 500.000 Franken den Rundfunkbeitrag zahlen. Allerdings gibt es eine Ausnahme:

 

„Auf Gesuch hin können Haushalte von der Abgabe befreit werden, wenn sie kein geeignetes Gerät zum Empfang von Radio- oder Fernsehprogrammen besitzen“,

 

berichtet blick.ch

 

Es wird erwartet, dass man durch diese Reform den Rundfunkbeitrag von 462 Franken im Jahr auf 400 senken kann.

Produzentenvergütung: Oliver Castendyk fordert Modellwechsel von Auftragsproduktion zu Lizenzvergütung

Die Produzentenallianz fordert einen Paradigmenwechsel vom klassischen Auftrags- zum Lizenzmodell. Damit ist sie unter den Produzentenverbänden nicht allein. Interessant daran ist, dass man damit den Sendern bei faktisch gleichbleibender Vergütung weniger rechte zugestehen will – sowohl in der Frage der Weiterverbreitung in den Mediatheken wie auch bei der Mitsprache in der Produktion. Weiterlesen Produzentenvergütung: Oliver Castendyk fordert Modellwechsel von Auftragsproduktion zu Lizenzvergütung

Zitat: Ranking-Shows sind ein Ausdruck des Ausleseprinzips

„Casting-Shows, auch manche Game-Shows, die nach dem Muster von „The winner takes it all“ funktionieren, appellieren an die Bereitschaft der Zuschauer, die „Härte“ der Auslese und des Lebens als unhintergehbare Bedingung unserer Existenz zu akzeptieren. Zivilisation aber bedeutet das Gegenteil: diese Härte eben nicht hinzunehmen, sondern ihr entgegenzuarbeiten. Und natürlich kann auch die Fernsehunterhaltung sich diesem humanen Prinzip verpflichten, besonders die öffentlich-rechtliche, und sie könnte das ohne nur Frieden und Eierkuchen zu präsentieren, was natürlich keinen großen Spaßfaktor hätte.“

 

Barbara Sichtermann, epdmedien 36/2014, S. 3

Pächter von Berghütten sollen Rundfunkbeitrag zahlen

Dies meldet die WELT am Sonntag. Ein entsprechendes Schreiben sei bereits verschickt worden. Ein Pächter wurde aufgefordert, fast 5000 Euro nachzuzahlen. Laut WELT am Sonntag will sich der Deutsche Alpenverein, der der Besitzer vieler dieser Berghütten ist, gegen die Erhebung von Rundfunkgebühren wehren, da Fernsehen auf den Berghütten gar nicht erlaubt sei. Der Pächter hatte das Schreiben des Beitragsservice an den DAV weitergeleitet.