Zitiert: Wie ARD und ZDF die Finanzierung des Dokumentarfilms auslagern

Lange Dokumentarfilme werden von den Sendern auch nur in wenigen Ausnahmefällen voll finanziert. Ein solcher Fall ist der jährliche Wettbewerb ‚Top of the Docs‘ der ARD – da kann man eine voll finanzierte neue Produktion gewinnen. Das ist die Umkehrung dessen, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen eigentlich machen muss. Es ist der Job der Redakteure, Projektideen zu sichten und anschließend Aufträge zu vergeben. Stattdessen schicken die Sender meist unabhängige Produzenten los, um bei der Kinofilm-Förderung zusätzliches Geld einzusammeln. ARD und ZDF kommen ja nicht direkt an diese Gelder ran.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)

Zitiert: Wie heute Dokumentarfilme finanziert werden

Alleine mit TV-Geld kann man heute keinen Dokumentarfilm machen. Der wäre ohne das Kino und die entsprechende Filmförderung nicht denkbar. Denn das Fernsehen – egal welcher Sender – zahlt auf jeden Fall zu wenig (…). Ein Siebtel bis ein Achtel des Geldes kommt vom Fernsehen, der Rest kommt aus den verschiedenen Kino-Fördertöpfen. Dabei müsste es sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich leisten, solche Produktionen komplett zu finanzieren.“

Alice Agneskirchner, taz, 15.1.2020 (online)

Zitiert: Kinderfilme im Schnitt stärker besucht

Für das Jahr 2017 machen die produzierten Kinderfilme 6,2% aller Europäischen Filmproduktionen aus, haben aber einen Anteil von 10,7% aller EU-Kinobesucher für Europäische Filme. Sie haben einen Anteil von 3,1% aller EU-Kinobesucher für internationale Filme auch außerhalb von Europa. Damit ist der Anteil des Kinderfilms im Vergleich zur vorangegangenen Studie nahezu gleich. Hier hatten Kinderfilme 3,3% Marktanteil und erreichten 11% aller Besucher. ..

Im Mittelwert erreichen Realfilme 498.000 Besucher, Animationen erreichen durchschnittlich 1.3 Millionen Besucher.

Steffi Ebert: Daten zum Europäischen Kinderfilm: Ergebnisse, Herausforderungen &Fragestellungen. 2019 (online)

Zitiert: Warum ein Kinofilm nicht der Geschichtsdarstellung dienen kann

Am Tag nach der Premiere schrieb ich dem Regisseur einen Brief und verlangte, dass mein Name im Vorspann nicht genannt werden dürfe, denn mein Leben war anders als in „Das Leben der Anderen“ dargestellt. Der Regisseur war überrascht und verwundert, erklärte mir,…