Zitiert: Das Deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft

340 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen der deutschen Filmförderung. Dieser Betrag dient jedoch nicht als Stütze einer fragilen Zeltkonstruktion; er stellt, um im Bild zu bleiben, das komplette Zelt dar. Man könnte auch sagen: Ohne dieses Geld gäbe es keinen deutschen Film. 2017 sahen 28,3 Millionen Kinogänger die 233 deutschen Filme, die insgesamt 244 Millionen Euro einspielten. Mit anderen Worten: Das deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft.

 

Andreas Busche, Tagesspiegel, 08.03.2018 (online)

Mehr Kinoproduktionen im ERSTEN?

„Der neue ganzjährige Sendeplatz am Dienstag bietet sicher noch mal spannende neue Möglichkeiten, die Planungen hierfür laufen auf Hochtouren. Unseren Schwerpunkt sehe ich daneben vor allem im Sommerkino in der Primetime und in dem uns wichtigen Kinofestivalplatz am Sonntagabend. Zudem gibt es Kinofilme am Samstagabend und auch im Feiertagsprogramm. Zusammengefasst eine ganze Menge Kino, gern mit dem Trend zur deutschen Kinokoproduktion.“

 

Degeto-Chefin Christine Strobl in Blickpunkt:Film, 38/2015, S. 16 (online)

Dokumentiert: ARD-Positionspapier  zur Vielfalt Produzentenlandschaft

In dem Positionspapier (pdf) heißt es u.a.: „Film ist und bleibt ein wertvoller und wichtiger Bestandteil in den Programmen der ARD. Die ARD sieht daher in den Produzenten einen unverzichtbaren Partner zur Erfüllung ihres öffentlich-rechtlichen Auftrags. … Einem vielfältigen und leistungsfähigen Produzentenmarkt wird dabei aus Sicht der ARD auch durch verschiedene Formen der Filmfinanzierung entsprochen, welche von voll- über teilfinanzierte Auftragsproduktionen bis hin zum Lizenzkauf reichen können.“

 

Der von der Produzentenallianz geforderte Umstieg auf das reine Lizenzmodell wird von der ARD abgelehnt. Weiterlesen Dokumentiert: ARD-Positionspapier  zur Vielfalt Produzentenlandschaft

Kurzfilm statt Tatort-Trailer? – Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert mehr „Mut zum Risiko“ bei ARD und ZDF

Bei ihrer Programmplanung sollten ARD und ZDF ein wenig mutiger sein, sagte Monika Grütters laut dpa. So wünsche sie sich mehr Kurzfilme im Programm. Diese seien für viele junge Filmemacher eine Probebühne für größere Produktionen. Das Gegenargument, dass die Leute dranbleiben müssen, nicht wegzappen sollen, kenne sie. Nach den „Tagesthemen“ „muss man dann zum nächsten spannenden Angebot überleiten“, so Monika Grütters. „Aber wenn zum Beispiel für einen „Tatort“ zum x-ten Mal geworben wird, würde ich mir an derselben Stelle auch einmal einen Kurzfilm wünschen.“

 

Weiterlesen in Berliner Zeitung, 07.01.2015

Zitat: Das Kino als ganzjähriges Festival

„Ein wirklich toll funktionierendes Kino in einer Großstadt müsste quasi ein ganzjähriges Festival sein. Es gibt Leute, die Theater, Konzerte, Messen und Kongresse organisieren – das müsste auch fürs Kino kommen. Eine Blu-Ray reicht heute aus, um 500 Menschen mit einem guten Programm zu versorgen. … Es hat sich ja eine Riesenstruktur bei den Verleihunternehmen gebildet. Und das gesamte Filmproduktions- und Förderwesen hat sich darauf eingespielt. Da ist jemand, der an der Zukunft des Kinos arbeitet, definitiv ein Outsider.“

 

 

Edgar Reitz, Berliner Zeitung, 6. April 2013, S. 25