Zitiert: Kulturberichterstattung ist begehrt

So waren wir zum Beispiel selbst überrascht, dass hier in Hamburg die Kulturberichterstattung – die Kolleginnen und Kollegen aus dem Feuilleton werden, wie Sie wissen, gerne zuallererst auf irgendwelche Streichlisten gesetzt – ganz besonders begehrt ist. Kritiken von Theateraufführungen oder Musikveranstaltungen – nicht nur, aber auch aus der Elbphilharmonie – interessieren viele Leserinnen und Leser besonders dann, wenn sie sehr schnell nach der Aufführung – also idealerweise bis zu zwei Stunden danach – veröffentlicht werden und gut aufbereitet worden sind.

Julia Becker, medienpolitik.net, 15.09.2023 (online)

Zitiert: Meloni und Salvini nicht so gelassen wie Berlusconi

Man kann über den Agitator Berlusconi viel Schlechtes sagen, aber im Vergleich zu seinen Partnern in der Rechtsregierung wirkte er im Umgang mit unbotmäßigen Journalistinnen und Journalisten regelrecht lässig. So ist er über seinen Tod hinaus Teil einer wunderbaren Episode: Bianca Berlinguer,…

Zitiert: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk „ist aber nur die Hälfte einer intakten und lebendigen Öffentlichkeit“

Stefan Aust findet, es seien „durch Silicon Valley und die Algorithmen der digitalen Welt zusätzlich eine Herausforderung an unsere europäische Öffentlichkeit herangetreten“. Ja, sagt Alexander Kluge, es gehe nicht nur um die Reform des öffentlich-rechtlichen Systems, „sondern um die Gegenwehr aller Öffentlichkeiten…

Zitiert: Medien = Mittler

In den Wahlverwandtschaften gibt es einen Verteidiger der menschlichen Zuverlässigkeit, der ehelichen Treue mit Namen Mittler, leicht verscheuchbar, redselig. Heiratsvermittler, Wohnungsvermittler, Stellenvermittler, Dolmetscher – sie sind Medien. Medien sind Instrumente, über die sich mittelbare Erfahrung überträgt.

Alexander Kluge, sueddeutsche.de, 12.09.2023 (online)