Zitiert: Das erste „Social Radio“

DT 64 war vielleicht das erste „Social Radio“ bevor es die sozialen Netzwerke gab. Am nächsten dran an DT 64 ist meines Erachtens Radio 1 aus Berlin. Dort erlebt man viel Alltagskultur und einige Stimmen von DT 64 findet man dort wieder. Aber ein Platz für erwachsen gewordene Popkultur fehlt hier im Sendegebiet und anderswo auch.

Alexander Pehlemann, kulturfalter.de, 19.09.2023 (online)

Zum Nachhören: Der Radio-DJ ist mit der Geschichte des Radios eng verbunden

Einer der ersten echten Stars im BR war der beim Publikum sehr beliebte Jimmy Jungermann, der bereits 1949 die Jazz-Sendung „Mitternacht in München“ moderierte und danach als BR-Jazzexperte sogar für die US-amerikanische Zeitschrift Billboard schrieb. Gemeinsam mit Werner Götze, eine andere BR-Legende trat Jungermann in den Schnulzenstreik, sie wollten endlich dem Zeitgeist Rechnung tragen und mehr Jazz und Rock’n’Roll im BR spielen und nicht nur Schlager-Tralala. Es waren also auch die DJs, die immer einen Ticken progressiver waren als unser Sender.

BR Zündfunk, 01.07.2022 (online)

Zitiert: Medien allein können das Vertrauens-Problem nicht lösen

Mit dem Blick auf Amerika sehen wir, dass nicht nur die Medien unter Druck stehen und einem Vertrauensverlust unterworfen sind, sondern auch Politik und Wissenschaft. Ich glaube, es ist zu kurz gegriffen, anzunehmen, dass nur wir Medien dieses Problem lösen können. Die…

Zitiert: Differenzierter über die Gesellschaft in China

Es wäre gut, wenn Journalist:innen sich fragen würden, was sie unter „China“ verstehen: das Land, die Bevölkerung, die kommunistische Partei Chinas oder die chinesische Regierung? Dazu passt ein Klischee, das immer in der Berichterstattung mitschwingt: der Gedanke, dass Menschen in China indoktriniert…

Zitiert: Sichtweisen einem Realitätscheck unterziehen

Es gibt wirklich viele und auch wirklich gute Wirtschaftszeitungen. Aber Tatsache ist: Diese anderen Sichtweisen finden dort so gut wie gar nicht statt. Im Prinzip gibt es eine herrschende Sicht der Dinge … Man muss dialektisch an die Dinge herangehen. Dialektisch heißt auch, dass ich nicht nur eine einzige Sichtweise als die einzig wahre nehme, dass ich alles betrachten, mir anschauen muss, ob das, was mir immer erzählt wird, den Realitätscheck übersteht.

Kathrin Gerlof, MDR Altpapier, 19.09.2023 (online)