Zitiert: humanistischer Umbau der Bildungspraxis angesichts von Chat-GPT

Ein Bildungswesen, das in erster Linie auf Reproduktion von vorhandenem Wissen beruht, wird von Chat-GPT 3 und dessen Verfügbarkeit bei Schülerinnen und Schülern herausgefordert. Eine Möglichkeit wäre, die Verwendung von Chat-GPT in den Schulen und Hochschulen zu untersagen, was allerdings nur dann durchsetzbar wäre, wenn die Herkunft der Texte aus Chat-GPT zweifelsfrei festgestellt werden kann. Sympathischer wäre ein humanistischer Umbau der Bildungspraxis in Richtung eigenständige Urteilskraft, Reflexion und Argument.

Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld, sueddeutsche.de, 9.4.2023 (online)

Zitiert: Warum und wie die Stimmung in der DDR 1990 gedreht wurde

Und die SPD schlägt einen Runden Tisch auch für Bonn vor. Sechs Wochen vor der Volkskammerwahl in der DDR im März 1990 sagen ihr Umfragen dort immer noch eine absolute Mehrheit voraus. Ihre Genossin Anke Martini findet, dass die Ostdeutschen den nötigen…

Zitiert: Der kleine Nenner der deutschen Bundesländer-Medienpolitik

Weil sich die bunten Bundesländer-Regierungskoalitionen halt immer einigen müssen, basiert die deutsche Bundesländer-Medienpolitik auf derart kleinen Nennern, dass Parteigrenzen nicht erkennbar sind. Was natürlich nicht heißt, dass die deutsche Bundesländer-Medienpolitik immer oder oft recht hätte. […] Wem sich in Medien-Dingen eher vertrauen lässt – der parteiübergreifend einigen Bundesländer-Medienpolitik mit ihren über Jahrzehnte verkrusteten Mechanismen, oder der EU, die sich jede Menge neue Kompetenzen schafft, ohne schon mal bewiesen zu haben, dass sie sinnvolle Medienpolitik kann, bleibt eine brisante Frage.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 18.4.2023 (online)

Zitiert: Mehr Programmbeobachtung

Der Medienkritiker René Martens plädiert für eine kontinuierliche Programmbeobachtung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens jenseits von „Tatort“ und Talkshow. „In der Diskussion übers Öffentlich-Rechtliche wird wenig über Inhalte gesprochen“, sagte Martens in der aktuellen Folge des Medien-Podcasts „Läuft“ von „epd medien“ und dem Grimme-Institut.…

Zitiert: Falschnachrichten zerstören auch das Vertrauen in Informationen aus seriösen Quellen

Die Wissenschaftler organisierten Versuche mit 2735 Probanden, denen sie Nachrichtenpakete mit unterschiedlich hohem Anteil an Blödsinn vorlegten. Die Rate an Falschnachrichten betrug 17, 33, 50, 66 oder 83 Prozent. Damit die jeweilige Weltanschauung oder politische Überzeugung der Studienteilnehmer die Ergebnisse nicht verzerrte,…