Laut Rundfunkstaatsvertrag stehen die Kabelnetzbetreiber in der Pflicht (Must-Carry-Regelung) fast alle Programme von ARD und ZDF ins Kabelnetznetz einzuspeisen. Bisher haben ARD und ZDF dafür ca. 60 Mio. Euro im Jahr an KDG (9 Mio. Kabelhaushalte), Unity Media (5,2 Mio. Kunden) und Kabel BW (2,3 Mio. Kunden) gezahlt.
Weil sich erfundene Geschichten „im Doku-Stil“ vor allem bei RTL „sehr quotenstark entwickelt“ haben und sie zudem „zum relativ günstigen Preis“ zu haben sind, empfahl ein internes NDR-Papier dem öffentlich-rechtlichen Sender die Entwicklung solcher Formate. Scripted Reality sei eine „konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Dokusoaps“, heißt es in dem Papier. Die AG DOK hatte dies vor 2 Jahren öffentlich gemacht.
Der WDR plant, sein über Digitalradio verbreitetes Kinderradio Kiraka über das Sendegebiet des WDR hinaus auszustrahlen. Wie eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks dem Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk mitteilte, werden bereits in Kürze Radio Bremen und der Saarländische Rundfunk das Programm als Übernahme im Rahmen der ARD in die dortigen Digitalradio-Bouquets einspeisen.
Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hat 2011 Einnahmen von 7,53 Milliarden Euro erzielt. Das waren 11,8 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Erträge resultiere vor allem aus der sinkenden Zahl der gebührenpflichtigen Hörfunk- und Fernsehgeräte. Diese Zahl gehe seit 2008 zurück, sagte WDR-Sprecherin Gudrun Hindersin am Freitag dem epd. Für das laufende Jahr werde mit einem weiteren Absinken der Gebühreneinnahmen gerechnet.
ARD-Vorabendkoordinator Frank Beckmann sieht die Umstrukturierung des Vorabendprogramms trotz des Misserfolgs von „Gottschalk Live“ positiv. „Das Konzept sieht einen strategischen Umbau vor, der nur langfristig zu machen ist“, sagte er im Interview des Branchenmagazins „DWDL“.