Zitat: NDR-Fernsehspielchef steht auf Quote

Christian Granderath: “Wenn du eine ambitionierte Primetime-Serie produzierst und sie hat einen Marktanteil von unter zehn Prozent, ist das kein Erfolg, sondern das Gegenteil … Warum sollte ich eine teure Serie machen, die drei Millionen Zuschauer hat, wenn ich auch eine günstigere machen kann, die sechs Millionen erreicht?“

 

Was aus seiner Sicht richtig sein mag, verhindert modernes Fernsehen, schreibt David Denk in der Süddeutschen Zeitung.

 

Süddeutsche Zeitung, 19.04.2016 (online)

Zitat: „Terrorismus besteht zu 95 Prozent aus Propaganda und zu 5 Prozent aus Gewalt”

Daniel Steinvorth nach einem langen Gespräch mit dem französischen Journalisten Nicolas Hénin, der 10 Monate in der Gefangenschaft des IS war, was der Journalismus bei der Berichterstattung über Terrorgruppen berücksichtigen sollte:

„Terrorismus besteht zu 95 Prozent aus Propaganda und zu 5 Prozent aus Peng, peng‘, sagt Hénin (…) Es steckt ja bereits im Wort, dass der Terrorist nicht töten, sondern terrorisieren will. Einen Gegner zu töten, reicht nicht aus. Viel effektiver ist es, ihn in Angst und Panik zu versetzen, zu lähmen oder zu Überreaktionen anzustacheln. Spielen die Medien dieses Spiel mit und verklären den IS als das absolute Böse, können sich die Extremisten zufrieden zurücklehnen. … Weiterlesen Zitat: „Terrorismus besteht zu 95 Prozent aus Propaganda und zu 5 Prozent aus Gewalt”

Michael Konken fordert „Haushaltsabgabe“ für Print- und Online-Medien zu nutzen

„Ich war immer ein Streiter dafür, den Journalismus anders zu finanzieren. Wohlgemerkt: Den Journalismus, nicht die Verlage. Das Geld muss bei den Journalisten landen. Wir werden in den nächsten Jahre über eine Finanzierung nachdenken müssen, die außerhalb der Verlage läuft. Ich habe die „Haushaltsabgabe“ für Print- und Online-Medien gefordert, die staatsfern sein muss.  Das ist gewiss schwierig, es bedarf dafür auch Gesetzesänderungen. Aber ich meine, es ist hinzubekommen, von der jetzigen Haushaltsabgabe einen Teil für Print- und Online-Journalismus vorzusehen.“

 

Planetinterview, 18.04.2016, weiterlesen (online)

Rundfunkbeitrag: Bernd Gäbler stellt die Systemfrage

Schon 2012 hatte die AG DOK angesichts der zu erwartenden Mehreinnahmen durch den Rundfunkbeitrag gefordert, dass aus den Beitragsgeldern auch gesellschaftlich-relevante Internetangebote und –inhalte finanziert werden können. In eine ähnlich Richtung geht ein aktueller Vorschlag von Bernd Gäbler, den dieser am Samstag auf zeit.de (09.04.2016, weiterlesen (online)) publizierte.

“Grundidee, massenwirksame Medien der Verantwortung einer pluralen Auswahl gesellschaftlicher Gruppen zu unterstellen, ist aber auch heute noch sinnvoll. Statt sie zu verwerfen, sollte eher überlegt werden, ob und wie sie zu revitalisieren ist, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder zu seinen Wurzeln zurückgeführt werden kann. … Weiterlesen Rundfunkbeitrag: Bernd Gäbler stellt die Systemfrage