Wer gehört zu wem, und was bedeutet das? Der Medienökonom Harald Rau versucht, das Geflecht zwischen Fernsehsendern und Produktionsfirmen zu durchschauen: Nicht nur bei RTL, auch bei den Öffentlich-Rechtlichen scheint dies unmöglich zu sein, berichtet Jörg Seewald in der FAZ (31.07.2015). „Die deutschen Sender und die Produktionsfirmen sind auf geradezu irrsinnige Weise miteinander verwoben“, fasst er sein Interview mit dem Medienökonomen Harald Rau zusammen. Weiterlesen
„Allerdings hat sich in ARD und ZDF längst ein System der Nebentätigkeiten etabliert: Angefangen bei den Moderatoren von „Tagesthemen“ und „Heute-Journal“, die ihre Fernsehprominenz nutzen, um sich als Redner, Gastgeber oder Werbefiguren engagieren zu lassen, bis zu Dienstleistungen für die… Weiterlesen
Großbritanniens Kulturminister John Whittingdale hatte seine Vorstellungen über die Zukunft der BBC immer wieder offen gelegt. Laut Gina Thomas beantworter er die Frage, ob die BBC notwendig sei, so: „Und meine Antwort darauf hat immer ja gelautet, weil es Dinge… Weiterlesen
So fragt der Mediendienst Kress und fasst die Ergebnisse einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung in sieben Punkten zusammen. Ein Ergebnis lautet:
„Wie schon in der Vorgängerstudie von 2013 entdeckten die Forscher auch im Programm von WDR und MDR viel Human-Touch-Berichterstattung, wobei es vor allem um Stars und Prominenz und weniger um Angstthemen wie Kriminalität, Unfälle und Katastrophen geht: Die Anteile an weichen Themen machen im Programm des WDR Fernsehens etwa 18 Prozent der Sendezeit aus, beim MDR sind es 17 Prozent. Die Autoren sprechen von `einem ähnlichen Ausmaß wie bei der privaten Konkurrenz`.“
„Hart aber fair“-Mitarbeiter wirbt für Versicherungstag, titelt die Berliner Zeitung (27.07.2015). „Der WDR ermahnt Plasberg-Firma im Zusammenhang mit einem Event des Versicherungsverbands“, schreibt Markus Ehrenberg im Tagesspiegel. Ein hochrangiger Mitarbeiter der Redaktion von „Hart aber fair“ hat eine Einladung für einen Lobbyverband unterschrieben, berichtet Hans Hoff in der Süddeutschen Zeitung (27.07.2015) und zitiert Frank Plasbergs Ko-Geschäftsführer Jürgen Schulte, der die Verantwortung übernimmt: „Dass ein Kollege der Hart-aber-fair-Redaktion mit Hart aber fair statt mit Ansager & Schnipselmann gezeichnet hat, war ein Fehler.“ Nicht die Tat an sich, der falsch gewählte Absender war also der Fehler. Weiterlesen