Zitiert: KEF lässt sich nicht in andere Sichtweise einbinden

Martin Detzel: Von den Anstalten, von der Politik und von anderen Betroffenen wird in vielfältiger Form versucht, die KEF in die eigene Sichtweise einzubinden, um es mal so zu formulieren. Unabhängigkeit heißt, dass man sich von keinem einbinden lässt. Auch wenn man dann damit leben muss, dass wahrscheinlich niemand vollkommen zufrieden ist – aber dann hat die KEF eine gute Arbeit gemacht.

Martin Detzel, sueddeutsche.de, 25.04.2023 (online)

Zitiert: Schweizer Radio sendet Programm rein aus Künstlicher Intelligenz

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz wagt ein Experiment. Er überlässt einen Radiosender einen Tag lang einem Chat-Roboter. Der Schweizer Radiosender Couleur 3 spielt einen Tag lang ein rein mit Künstlicher Intelligenz hergestelltes Programm aus. Das Programm läuft seit Donnerstagfrüh, wie der…

Zitiert: Vertiefung der News

Überall im Internet sind News gratis zu sehen und zu lesen: Nachrichten sind heute ein kostenloser Rohstoff. Worauf es ankommt, ist die Vertiefung dieser News. Solche Vertiefung erfolgt bei öffentlichen Medienhäusern vorwiegend audiovisuell, bei privaten vorwiegend in geschriebener Form. Da herrscht Komplementarität. Wer bei der SRG oder eines Tages beim ORF Texte ohne Bezug zu einer Sendung auf 1.000 Zeichen begrenzt, der ändert rein gar nichts an der Lage der Verleger, das ist Symbolpolitik. Und Kleinkrämerei.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.04.2023 (online)

Zitiert: Guter Journalismus fürs breite Publikum wird zum Verlustgeschäft

Elitemedien halten sich vorderhand einigermaßen, weil sie sich an ein kaufkräftiges Publikum von Entscheidungsträgern wenden, die gut informiert sein wollen. Die große medienpolitische und demokratiepolitische Herausforderung ist aber die verlässliche, nichtboulevardeske Information der Normalbürgerinnen und -bürger. Darauf ist die Demokratie angewiesen.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.04.2023 (online)